26. November 2008

Onpage Optimierung Teil C

Filed under: SEO — @ 09:06
This entry is part 5 of 6 in the series Suchmaschinenoptimierung für Anfänger

Nachdem wir uns im letzten Teil mit der Keywordanalyse, der Keyworddichte sowie der Gestaltung von Seitentiteln und Überschriften beschäftigt haben, soll es im 3. und letzten Teil der Onpageoptimierung unter anderem um das Aussehen und die Form der Adressen der einzelnen Seiten (URL oder URI genannt) gehen.

Eine höhere Dynamik erfordert einen größeren Informationsfluss im Internet

Programmiersprachen wie PHP oder andere dynamische Webprogrammiersprachen bieten die Möglichkeit, die Seiten für den Benutzer ganz individuell erscheinen zu lassen. Abhängig von den Bedürfnissen oder den Anforderungen der User können so viele Informationen ohne das Wissen des Benutzers im Hintergrund verarbeitet werden. Und genau um diese Infos geht es. Denn in den Anfängen der Programmierung mit dynamischen Sprachen, wurden die Informationen und Befehle offensichtlich innerhalb der Adresse in Form von Parametern weitergegeben.
Das sah dann etwa so aus: http://www.meine-seite.de/index.php?id=123&subid=abc

Warum ist die Gestaltung der Adresse wichtig?

Nicht nur Menschen können sich diese Informationen schlecht merken oder noch weniger die komplette Adresse behalten. Auch Suchmaschinen können diese wirren Zahlen und Zeichen nur holprig verarbeiten. Wesentlich besser wäre da eine suchmaschinenfreundliche Gestaltung, die darüber hinaus der Suchmaschine noch zusätzliche Infos, ja am besten wichtige Keywords vermittelt. So wird die Keywordrelevanz nicht nur durch Seitentitel und Überschriften erzeugt, sondern auch mit der Adresse selber. Der Webmaster hat so zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

Gibt´s so etwas? Die Lösung lautet ganz klar „JA“ es gibt eine entsprechende Funktion, die obige Parameter in vordefinierte Strukturen umschreibt. Komplettlösungen und professionelle Onlineshops haben sogar diese suchmaschinenfreundlichen URLs integriert, so dass der Betreiber nur noch wenige Mausklicks machen muss, um die Adressen dauerhaft zu ändern. Weitere Infos erhält man unter dem Stichwort mod_rewrite zum Beispiel unter www.modrewrite.de – die modifizierten Seiten sehen dann bspw. folgendermaßen aus http://www.meine-seite.de/so-koennte-auch-die-ueberschrift-lauten
Also sehr viele Infos, keine Zahlen oder Parameter mehr.

Vorsicht vor doppelten Adressen

Die Änderungen an den URLs sollten auf jeden Fall vor der Veröffentlichung der Texte, der Produkte im Shop oder der Seiten erfolgen, da andernfalls nicht funktionierende interne sowie externe Links erzeugt werden. Die User gelangen also beim Klick auf die „alten“ Links und Adressen zu Fehlerseiten, da die Inhalte ja nun den neuen, suchmaschinenfreundlichen Seiten zugeordnet wurden. Womit wir auch schon zum nächsten wichtigen Thema überleiten können.

Gute interne Verlinkung und Vermeidung von defekten Links

Die interne Verlinkung ist äußerst wichtig und zwar nicht nur für Suchmaschinen, sondern auch für die menschlichen Benutzer. Durch interne Links kann der User navigieren, vom einen zum anderen Artikel springen ohne umständlich zurück über die Startseite zum neuen Seiteninhalt zu surfen. Die interne Verlinkung hilft dabei auch den Suchmaschinen, das Thema der Seite zu erfassen. Auch bei der internen Verlinkung sollte der Seitenbetreiber auf die Verwendung von seitenrelevanten Keywörtern achten, um sein Suchmaschinenranking positiv zu beeinflussen.

Seiten nach defekten Links prüfen

Ein defekter Link, auch kaputter oder broken Link bezeichnet, ist ein interner Verweis auf eine Seite, welche jedoch nicht oder nicht mehr existiert. Defekte Links entstehen häufig durch Schreibfehler oder Tippfehler, können aber auch das Resultat aus dem Löschen von bereits veröffentlichten Seiten sein. Auf diese Pseudoseiten zeigen nach wie vor Links, welche jedoch den Besucher und die Suchmaschinen in eine Sackgasse führen. Im günstigsten Fall wird eine Fehlerseite angezeigt.

Wieso sollte man nach kaputten Links suchen?

Warum die Vermeidung oder Behebung defekter Links wichtig ist, kann an einem Beispiel aus dem täglichen Leben schnell erklärt werden. Stellen Sie sich vor, Ihnen wird von einem Bekannten ein interessanter Ratgeber empfohlen. Der absolute Wahnsinn, musst du unbedingt haben, jeder spricht darüber. Sofort kaufen Sie das Buch und fangen mit dem Lesen an. Dazu nutzen Sie wie gewöhnlich das Inhaltsverzeichnis und blättern anschließend auf die entsprechende Seite, um den Ratschlag zu lesen. Dort stellen Sie schnell fest, dass Sie auf der angegebenen Seite nicht das gewünschte finden. Auch der zweite und dritte Versuch schlagen fehl. So erkennen Sie schnell, dass der Ratgeber nicht zu gebrauchen ist, da das Inhaltsverzeichnis falsch referenziert. Die Verweise zeigen also auf falsche Seiten und führen so zu falschen Ergebnissen.
Es ist also äußerst wichtig, interne Links zu setzen und die vorhandenen regelmäßig auf Korrektheit zu prüfen. Dazu gibt es selbstverständlich Tools, die dem Webmaster die Arbeit erleichtern. Wir empfehlen Xenu’s Link Sleuth.

Vermeidung von Duplicate Content

Wie entstehen doppelte Inhalte?

Duplicate Content (Doppelte Inhalte) können auf verschiedene Arten ins Netz gelangen. Zum Einen kann es passieren, dass der Webmaster selbst versehentlich identische Texte wie Produktbeschreibungen oder Artikel auf unterschiedlichen Seiten veröffentlicht. Zum Anderen kann es auch vorkommen, dass andere Dienstanbieter oder Seitenbetreiber Inhalte raubkopieren und diese Plagiate unter deren Namen veröffentlichen. Dies kann auch automatisiert geschehen, was scraping genannt wird. Doppelter Inhalt entsteh auch immer dann, wenn eine Seite so genannte Druckansichten von Artikeln anbietet. Dort findet man den selben Text nur für den Drucker aufbereitet.

Wieso ist Duplicate Content unerwünscht bei Google?

Google gibt eindeutig an, dass die Sucherergebnisse für den Kunden, also die Suchenden eindeutig und qualitativ hochwertig sein sollen. Daher filtert Google von Haus aus doppelte Inhalte und veröffentlicht eine Version davon. Welche Seite das ist, hängt vom Googlefilter ab, so dass es im Zweifel die für den Webmaster „falsche“ Seite sein kann. Eben die Variante, die gestohlen wurde. Daher sollte jeder Seitenbetreiber sowohl auf interne Dopplungen achten, als auch von externen Kopien abstand nehmen bzw. solche regelmäßig verfolgen. Schließlich möchte ja auch kein Mensch vor einem Bücherregal stehen, in welchem die Bücher zwar unterschiedliche Einbände haben, deren Inhalte jedoch identisch sind. Dieses Regal (Suchmaschine) wird mit Sicherheit nicht noch mal aufgesucht. Ein Tool zur Identifizierung von doppelten Inhalten ist der Service von http://www.copyscape.com

Selber texten, nicht kopieren

So verlockend es auch sein mag, jeder Seitenbetreiber sollte seine Texte selber schreiben und eben nicht von großen oder kostenlos zugänglichen Portalen Kopien erstellen. Größtenteils schadet sich der Raubkopierende immer selbst und oft hat es auch juristische Folgen, denn Plagiate verstoßen gegen das Urheberrecht und können in Einzelfällen verfolgt und mit Geld- und Gefängnisstrafen geahndet werden.

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