Offpageoptimierung
Neben der Onpageoptimierung, also den Maßnahmen die Seiten selbst betreffend, gibt es im SEO Bereich noch die Offpageoptimierung. Diese Optimierungsphase beschäftigt sich mit den Maßnahmen, die nicht auf der betreffenden Seite selbst durchgeführt werden können, sondern außerhalb des Projektes zu realisieren sind. Im Folgenden sollen einige Möglichkeiten genannt werden. Außerdem sollen auch Aktivitäten vorgestellt werden, die keinen langfristigen Erfolg versprechen und daher vermieden werden sollten.
Was zählt zu den Offpagemaßnahmen?
Zu den externen Kriterien der Suchmaschinenoptimierung gehört im wesentlichen der Faktor der eingehenden Links. Damit ist die Anzahl der auf einer Seite referenzierenden direkten Links gemeint, also wie groß ist die Anzahl der auf die optimierende Seite verweisenden Verknüpfungen?
Google bewertet dieser Kriterien zu den bereits beschriebenen Faktoren als äußerst bedeutsam, da sie nicht so einfach zu manipulieren sind und daher zuverlässigere Rankingdaten liefern. Aber auch bei der Anzahl und der Güte der externen Links sollte der Webmaster ein offenes Auge behalten. Nicht jeder Link ist ein guter Link, so dass die Qualität der Links bewertet werden muss.
Der Google Pagerank
Die Anzahl und die Qualität der Links gleichen Empfehlungen einer Seite auf eine andere Seite. So wurde von Google vor einigen Jahren der so genannte Pagerank entwickelt. Dieser Pagerank beschreibt in einer Skala von null bis 10 die Wichtigkeit einer Internetseite, getreu dem Motto je mehr eingehende qualitativ hochwertige Links, desto höher die Relevanz der Seite, desto höher der Pagerank der Seite. Jedoch ist der Pagerank nicht alles in der Welt der Internetseitenbewertung und der Suchmaschinenoptimierung, da die Qualität der Seiten mit ihren so genannten Backlinks, also der eingehenden Links, an viele weitere Faktoren geknüpft ist.
Die Linkpopularität
Neben dem Pagerank existiert die Einstufung der Linkqualität aufgrund des bloßen Vorhandenseins eines Links. Da dieses Kriterium heutzutage leicht manipulierbar ist, kann es nicht das alleinige von Google bewertete Qualitätskriterium sein.
Die Domainpopularität
Eine weitere Steigerung der Qualitätsstufe stellt die Domainpopularität dar, bei welcher auch mehrere externe Links als ein einziger Link gewertet wird. Es ist somit vollkommen irrelevant, ob die Seite A mit fünf Links von Seite B oder mit nur einem Link referenziert wird. Die Domainpopularität wertet in beiden Fällen einen Link von Seite B nach Seite A.
Die IP-Popularität
Diese Popularität ist eine weitere Steigerung und Variante der Linkpopularität. Dabei werden Links von einer IP Adresse oder einem IP Block nur einmalig gewertet. Diese Form der Qualitätsbewertung von Links birgt allerdings eine Gefahr in sich. Heutzutage werden auf einem Server oder einer IP-Adresse mehrere Dutzend verschiedene Internetprojekte gespeichert, so dass all diese verschiedenen Domains unter einer Adresse vereinheitlicht werden und somit das Ranking verfälschen.
Hubs und Authorities
Eine weitere These in der Qualitätsbewertung von Links ist die Einteilung der Internetseiten in so genannte Experten (auch als Hubs bezeichnet) und Authorities (Authoritäten). Ein Hub oder Expertenseite linkt auf eine Vielzahl hochwertiger themenrelevanter Seiten im Internet und stellt somit dem Besucher der Seite einen guten Einstieg zum Thema mit einer großen Bandbreite wichtiger Seiten dar. In der Regel sind gut gepflegte Verzeichnisse oder Kataloge Hubs. Die Authorities hingegen werden von den Experten / Hubs verlinkt. Authoritätsseiten sind Spezialseiten zu einem bestimmten Thema und verfügen daher selbst über eine große Anzahl eingehender Links. Selbst Links von einem Hub oder einer Authoritie zu erhalten, ist mit Sicherheit sehr förderlich für die Webseite, da dies bei Suchmaschinen als Qualitätssiegel betrachtet wird.
Nicht zuletzt spielt der Linktext eines Links eine entscheidende Rolle bei der Suchmaschinenoptimierung. So erkennen Suchmaschinen das Thema der verlinkten Seite und stufen diese im Suchmaschinenalgorithmus entsprechend ein.
Formen des Linkaufbaus
Der Seitenbetreiber kann nun auf verschiedene Arten den Linkaufbau seiner Seite vorantreiben und steuern. Dabei gibt es einige gute und auch weniger gute Varianten. Entscheidend ist jedoch die richtige Einschätzung und Bewertung der Links. Zur Zählung der Backlinks haben wir bereits einige Tools vorgestellt. Das alleinige Zählen der eingehenden Links ist jedoch kein Garant für die Qualität der Referenzen. Der Webmaster muss die guten von den schlechten Links unterscheiden können. Dabei sollte man einige Regeln beachten.
Die Bewertung der Backlinks
Neben der Position des Backlinks auf der Seite, ist die Themenrelevanz des Links ein entscheidendes Qualitätskriterium. Geht man vom täglichen Leben aus, so bekommen Gewerbetreibende und andere Unternehmer in der Regel nur von gleich Gesinnten eine Empfehlung. Referenzen und Empfehlungen werden in einer Branche oder in einem Wirtschaftszweig ausgesprochen. Auch Kooperationen oder Allianzen zwischen Unternehmern werden nur in thematisch, logistisch oder sachlich zutreffenden Branchen geschlossen. So empfiehlt der Fleischer entsprechende Rezepte oder Gewürze zu seinen Produkten. Der Schuster versucht neben seiner Dienstleistung dem Kunden bestimmte Pflegeprodukte für Lederschuhe anzubieten. Niemals wird jedoch der Fleischer ein Schuhpflegeprodukt oder der Schuster ein Grillgewürz offerieren. Ähnlich verhält es sich auch im Internet, so dass Seiten eines bestimmten Themas auch nur Referenzen und Links zu themenverwandten Seiten setzen. Untypische Verlinkungen sind unter Umständen auch mit Linkqualitätsverlust verbunden. So erscheint es untypisch, wenn ein Onlineshop für Bastelbedarf auf Kredit- oder Finanzseiten verlinkt.
Die Position eines Links auf einer Internetseite ist ein Indiz für einen qualitativ hochwertigen oder einen künstlichen Link. Künstlich gesetzte Links werden in der Regel in separaten Feldern, Bereichen oder Abschnitten platziert, so dass auch Suchmaschinen es dahingehend immer einfacher haben werden, derartige Verlinkungen zu erkennen. Typischer Positionen sind Rand- oder Footerbereiche. Auch das Überschreiben der Bereiche mit „Linkpartner“ oder „Partner“ kann ein Hinweis auf eine unnatürliche Verlinkung sein. Natürliche Links entstehen in der Regel aus dem Text heraus, was dem Seitenbetreiber daher auch als Qualitätsregel dienen sollte.
Linkaufbau Vor- und Nachteile
Der Aufbau von Backlinks kann auf verschiedene Art und Weise geschehen. Einige Möglichkeiten davon sind eher qualitätsmindernd andere wiederum zu empfehlen.
Organischer Linkaufbau
Die einfachste jedoch auch langwierigste der Methode Backlinks für sein Projekt zu bekommen, ist der organische oder auch natürliche Linkaufbau. Bei dieser Art und Weise wartet der Seitenbetreiber darauf, dass andere Seiten oder Webmaster freiwillig Links auf sein Projekt setzen. Dies wird jedoch nur dann geschehen, wenn geeignete Inhalte, hochwertige Texte und eine gleich bleibende oder sogar steigende Qualität der Seite andere Seitenbetreiber dazu veranlassen.
Linkbaiting
Das Linkbaiting, was mit anlocken oder ködern übersetzt werden kann, setzt an dem oben beschriebenen organischen Linkaufbau an. Der Unterschied liegt jedoch im Angebot des Seitenbetreibers. Beim Linkbaiting wird dem Leser oder dem Benutzer ein besonderes Angebot unterbreitet. Es kann entweder sehr lustig, sehr hilfreich oder nützlich, aber auch besonders abstoßend oder hässlich auf den Betrachter oder Leser wirken. Und genau aus diesem Extrem heraus wird ein Link auf dieses außergewöhnliche Angebot gesetzt. Somit hat der Seitenbetreiber und Verfasser des Angebotes durch ein von der Normalität abweichendes Angebot einen Link gewonnen oder anders ausgedrückt hat den Leser geködert einen Link zu setzen. Das Linkbaiting kann besonders gut durch die Bereitstellung von kostenlosen Onlinerechnern oder Onlinetools erreicht werden. Der Leser erhält einen besonderen Mehrwert und setzt daher aus Freude und Zufriedenheit einen Backlink, weil er anderen dieses außergewöhnliche Angebot auch zeigen möchte.
Links mieten
Eine weitere Möglichkeit Backlinks für sein Internetprojekt zu bekommen baut auf einem kommerziellen Gedanken auf. Einige Internetportale haben die steigende Nachfrage nach themenrelevanten Links der Internetgemeinde erkannt und bieten nun gegen Entgelt entsprechende Backlinks an. Das heißt, jeder kann sich Backlinks kaufen oder auf seinen Webseiten Werbeplätze beziehungsweise Backlinks verkaufen. Das diese Manipulation von den Suchmaschinen wie Google nicht gewollt ist und deren Qualitätsstandards zuwiderläuft, sollte jedem Webseitenbetreiber klar sein. Es ist also nur eine Frage der Zeit, wann derartige kommerzielle und beeinflussende Links entwertet werden. Ein Seitenbetreiber, der auf Qualität und Dauerhaftigkeit seines Angebotes Wert legt, sollte derartige Möglichkeiten außer Acht lassen.
Kataloge, Verzeichnisse und Linktausch
Viele der Seitenbetreiber versuchen Backlinks zu bekommen, indem sie ihre Seiten in Verzeichnisse oder Webkataloge eintragen. Auch das Tauschen von Links nach dem schriftlichen „betteln“ mit anderen Seitenbetreibern ist gängige Praxis. Ähnlich wie beim kommerziellen Mieten von Links ist ein derartiger Linkaufbau unnatürlich und damit nicht im Sinne der Suchmaschinenqualitätsstandards. Der Seitenbetreiber wird mit Sicherheit einen kurzfristigen Erfolg erzielen, jedoch beim Missachten seiner Seitenqualität auf lange Sicht erfolglos bleiben.
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