11. August 2009

Muss man als SEO studiert haben?

Filed under: SEO — @ 10:56

Ich hatte dazu im alten fridaynite Blog einen etwas längeren Kommentar abgegeben, der aber nun leider nicht mehr erreichbar ist. Daher werde ich einfach einen neuen Artikel schreiben. Im Grunde genommen hat das Jens in seinem Artikel bereits sehr gut zusammengefasst. Ich möchte dennoch meinen Senf dazu abgeben, da ich im Gegesatz zu Jens, der Informations- und Wissensmanagement studiert hat, Betriebswirtschaft belegt habe, daher von Haus aus nicht programmieren kann.

Meine Kenntnisse setzen sich so zusammen

  1. Schnelles tippen, aber kein 10 Fingersystem, daher sind viele Buchstabendreher und Korrekturen nötig, das nervt mich am meisten.
  2. Mittlerweile denke ich HTML und CSS zu beherrschen. Gelernt durch learning by doing, self html und trial and error
  3. Etwas Englisch für Fachbegriffe durchaus nötig und brauchbar.
  4. Fachkentnisse der Betriebswirtschaftslehre durch ein BWL Studium, insbesondere Rechnungswesen, Steuerrecht, Investition und Finanzierung, Wirtschaftsrecht, Marketing, Unternehmensführung, Personalwesen usw.
  5. Fachkenntnisse des Steuerrechts durch die Berufsausbildung zum Steuerfachangestellten.
  6. Fachkentnisse der Unternehmensgründung und Unternehmensberatung durch die Tätigkeit als freiberuflicher KfW Gründungsberater.
  7. Fachkenntnisse aufgrund der Dozententätigkeit bei diversen Bildungsträgern.
  8. Fundierte Kenntnisse zur Existenzgründung mit eBay & Co – aufgrund einer Autorentätigkeit für ein Fachmagazin.

Grundsätzlich Studium?

Wie auch Jens bereits schrieb, ist ein Studium nicht die Voraussetzung für den Job als SEO, doch was bringt es für Vorteile? Bei mir persönlich war es so, dass ich keine Programmierkenntnisse oder ähnliches hatte, um meine Projekte allein und nach meinem Geschmack umsetzen konnte. Allerdings kam mir meine Ausbildung, insbesondere mein Studium zu gute, da ich so unheimlich viel Content im Kopf hatte, welcher verarbeitet und online gestellt werden konnte. Also tippen, tippen und noch mals tippen. Nun musste ich jemanden finden, der diese Inhalte auch technisch im Netz verabeiteten konnte. Also eine website nach meinen Vorstellungen programmieren konnte.

Wichtig aber nicht entscheidend – Programmierkenntnisse

Die Programmierkenntnisse (PHP, MySQL) waren aus späterer Sicht nicht mehr so entscheidend, da ich Programmierer fand, die dies schneller umsetzen konnten, als ich es selber jemals hätte machen können. Somit fand der Leitsatz der BWL wieder seine Anwendung: Konzentriere dich auf deine Kernkompetenzen. Lass also andere die Arbeiten machen, die du selbst nicht kannst. Das hat sich bewahrheitet, denn heute gebe ich alles ab, was andere besser, schneller und auch biliger hinbekommen als ich selbst. Das nicht programmieren können hat aber gerade in der Test und Lernphase zu vielen Fehlversuchen und Fehlprojekten geführt, die ich wiederum teuer bezahlen musste. Somit habe ich mir meine Fehler, die Erfahrungen und die Erkenntnisse daraus teuer erkaufen müssen.

Fazit

Man muss kein Studium haben, denn jeder kann sich Geschäftspartner suchen und Arbeiten verteilen. Selbst die eigenen Ideen entwickeln und den Rest im wahrsten Sinne des Wortes andere machen lassen. Um aber auf die Ideen zu kommen, die entsprechenden Inhalte zu liefern und zu kombinieren, Nieschen zu finden, clevere und interessante Konzepte umzusetzen half mir das Studium ungemein. Hätte ich selbst programieren können, wären mir wahrscheinlcih weniger Ideen gekommen, da ich mcih auf das Programmieren konzentriert hätte. Und dort hätte ich mcih wahrscheinlcih in einer Sackgasse verrant oder an einer Sache festgebissen, so zusagen, Betriebsblind geworden.

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2 Kommentare

2 Kommentare »

  1. Interessantes Thema. Ich selber beschäftige mich erst seit kurzer Zeit mit dem Thema SEO und habe mich auch schon gefragt, wie ich mich zu dem Thema “ausbilden lassen” könnte. Fündig geworden bin ich allerdings nicht.
    Ich persönlich habe bereits 2 Studiengänge hinter mir (Geisteswissenschaftlich und BWL). Ich würde durchaus sagen, dass es den einen oder anderen kleinen inhaltlichen Anknüfungspunkt zum Studium gibt, aber im wesentlichen profitiert man, denke ich, davon, dass man doch prinzipiell ganz gut gelernt wie man an neue Themen herangehen sollte. Was SEO konkret angeht so habe ich bislang den Eindruck, dass man vor allem viel lesen, lesen und lesen muss! Schön ist, dass man neu gelerntes gleich in der Praxis ausprobieren kann – wenn auch im Kleinen – so gibt es immer wieder neue Motivation.
    Gruß, Majus

    Kommentar by Majus — 13. August 2009 @ 11:30

  2. Ich sehe es ähnlich. Ein Studium ist natürlich NICHT notwedig um zu bestimmten Begriffen gut zu ranken. Allerdings wird das große Geld im SEO überwiegend durch gute Marktbeobachtung (Keyword-Research), Zielgruppenanalyse und einer ganzheitlich, wirtschaftlich orientierten Strategie verdient. Auch um mit großen Kundenbudgets zu “spielen” oder im SEO-Bereich zu consulten hilft einem ein BWL- oder Kommunikationswissenschaften-Studium ungemein weiter. Wer sich im SEO auf die “Feinheiten” (Programmiersprachen, Black-Hat-Tricks, usw.) konzentriert wird auf Dauer nicht in der gleichen Liga mitspielen können.

    Kommentar by FelixtheK — 13. August 2009 @ 16:30

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