31. März 2010

Bad Neighbourhood mit Onlinetools erkennen

Filed under: Tools — @ 15:15
This entry is part 3 of 3 in the series Bad Neighbourhood

In diesem Abschnitt möchte ich einige Möglichkeiten aufzeigen, mit kostenlosen oder kostenpflichtigen Onlinetools aus dem Internet das Problem der schlechten Nachbarschaft zu prüfen und entsprechende Schlüsse zu ziehen, um so Argumente für oder gegen Linkanfragen zu bekommen oder bereits bestehende Links nachhaltig zu prüfen.

SISTRIX – früherer, vergangener oder historischer Pagerank

Diese Möglichkeit nutze ich regelmäßig. Sie kostet zwar etwas Geld, ich kann aber nicht nur dieses Tool nutzen, sondern noch viel mehr, daher ist es bei Sistrix eher ein Abfallprodukt für meine Analyse.

Wie geht’s genau?

Im SEO Tool von Sistrix gibt es eine Funktion, den Pagerank einer Seite über einen Zeitraum von mehreren Monaten in die Vergangenheit zurückverfolgen (Historischer Pagerank). Genau das ist der Schlüssel für meine Analyse und Bewertung der schlechten Nachbarschaft. Ist eine Seite bei Google negativ aufgefallen, so wurde sie womöglich in der Vergangenheit über den Pagerank abgestraft. Der Pagerank der Seite fällt in diesem Fall um etwa zwei Punkte, vielleicht von PR 5 auf PR 3. Eventuell wird diese Abstrafung wieder zurückgenommen, man kann aber anhand der Kurve recht gut erkennen, dass die Seite und wann einmal Mist gebaut hat und Google sie im Visier oder auf dem Schirm hat. Links zu dieser Seite werden von mir nur Notfall gesetzt oder wenn es wirklich redaktionell begründet liegt, eventuell auch mit nofollow.

So sieht die Abstrafung in einem Diagramm aus?

Pagerank AbstrafungAus diesem Diagramm ist eindeutig erkennbar, dass die Internetseite. Wann im November von einem Pagerank 3 auf einen PR 0 zurückgestuft und somit von Google mit einer Strafe (penalty) belegt wurde. Dies muss keine Auswirkung auf das aktuelle Ranking in den Suchergebnissen haben, Besucher müssen daher nicht ausbleiben, jedoch ist es für den Webmaster, der sich mit Suchmaschinenoptimierung, Linktausch und Linkaufbau beschäftigt eine sehr große Schmach, da sehr viele Webmaster auf den Pagerank achten und Schlüsse auf die Mächtigkeit der Seite ziehen. Getreu dem Motto: wer den größten Pagerank hat, hat die beste Seite. Was ich im übrigen nicht vertrete. So habe ich eine Anfrage bekommen, auf welche ich aufgrund schlechter Nachbarschaft abgelehnt habe. Mir wurde als Argument entgegengehalten, man hätte doch genauso viele Backlinks wie meine Seite und wäre daher gleichberechtigt. Betreffende Webmaster hat wahrscheinlich noch nicht auf seinen historischen Pagerank geachtet und auf die Möglichkeit, dass andere Internet Seitenbetreibern dies ebenso tun können, dann hätte er wahrscheinlich anders argumentiert.

SISTRIX Sichtbarkeitsindex

Auch der Sichtbarkeitsindex von SISTRIX bietet eine Möglichkeit, schlechte Nachbarn via Onlinetool zu identifizieren. Was ist der SISTRIX  Sichtbarkeitsindex? Ich habe mir mal die erläuternde Passage aus der SISTRIX Hilfe geborgt.

Derzeit werden die ersten einhundert Treffer von rund einer viertel Million deutschsprachiger Keywords überwacht …, was jede Woche 25 Millionen Datenpunkte ergibt. Der Index wird berechnet aus der Platzierung einer Domain bei den überwachten Keywords, aus der zu erwartenden Klickrate aufgrund der Positionierung sowie aus dem Wert des Keywords (der erwartete Traffic für die jeweilige Suchphrase).
Der Sichtbarkeitsindex bietet Ihnen die Möglichkeit, den Erfolg einer Domain oder Subdomain in den SERPs zu beurteilen sowie die Entwicklung im Laufe des Beobachtungszeitraums zu überblicken. Im Folgenden werden nun Schritt für Schritt die aktuellen Möglichkeiten des SEO-Moduls beschrieben.

Quelle: https://tools.sistrix.de/download/pdf/toolbox-seo.pdf

So sieht eine eventuelle Abstrafung im Sichtbarkeitsindex aus

sistrix sichtbarkeitsindex bad neighborhood

Der Chart zeigt sehr deutlich, dass diese Seite Ende November einen herben Einbruch im Sichtbarkeitsindex verbuchen musste. Von ca. 3 auf 0 – eine natürliche Entwicklung ist hier eher unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist  eine Abstrafung durch Google. Diese wurde hier nicht über den PR durchgeführt, sondern durch eine Strafe im Googleindex (Serps). Die einzelnen Seiten der Webseite wurden schlichtweg um einige Plätze im Google Ranking nach hinten geschoben, so dass sie im Sichtbarkeitsindex und der hinterlegten Formel auf Null gefallen sind. Bei so einer Kurve, würde ich mit einem Link vorsichtig sein. Wenn dazu noch eine Achterbahn im historischen Pagerank kommt, dann ist der Beweis für schlechte Nachbarschaft quasi erbracht.

Hinweis: Bitte nicht von einzelnen Daten auf die Gesamtheit schließen, es handelt sich bei den Tools wie auch bei der augenscheinlichen Begutachtung von Seiten nur um subjektive Eindrücke, welche nicht immer der Wahrheit entsprechen müssen. Daher meine Empfehlung: Immer mehrere Analysen gleichzeitig durchführen, um so in der Summe ein Ergebnis für gute oder schlechte Nachbarschaft zu bekommen. Außerdem den guten Menschenverstand nciht vergessen. Das innere Gefühl, was mir sagt, ob einen Seite ok ist oder nicht.

Hier noch ein schönes Beispiel für eine doppelte Bestrafung. Sowohl der PR wurde von 6 auf 4 zurückgedreht, als auch der Sichtbarkeitsindex negativ beeinflusst, was sich an der Anzahl der indizierten Seiten bei Google zeigt.

seite mit penalty sistrix

Toolbar von Alexa, Google & Co.

Eine andere Möglichkeit mit einem Tool im Internet auf eine gute oder schlechte Nachbarschaft zu schließen, sind die Auswertungen oder die Ergebnisse einer Toolbar, insbesondere der von Alexa. Suchmaschinen wie Google  oder Internetdienste wie Alexa bedienen sich hier der so genannten Toolbars, die von den Benutzern auf den lokalen Computern installiert werden, so das durch diese Toolbars das Surfverhalten und damit die Verweildauer und das Klickverhalten der Internetnutzer überwacht und aufgezeichnet werden kann. Alexa nutzt so die Toolbar, um die durchschnittliche Verweildauer von Besuchern auf einer Seite herauszubekommen. Entgegen aller fachunkundigen Meinungen der durchschnittlichen Bevölkerung, Ist Alexander ein Virus oder eine ähnliche Schatzsoftware. Immer wieder finden Leute auf ihrem Computer zuhause so genannte Cookies, welcher von Alexa oder eher von der Toolbar gesetzt werden. Viele denken dann, sie sind von einem Virus infiziert und löschen panisch alles was es auf dem Rechner gibt.

Wenn man eine Seite wie hier beispielhaft Welt.de von Alexander Visieren lässt, bekommt man einige interessante Daten. So auch mit der Einstellung “Time on site” die durchschnittliche oder ungefähre Verweildauer der Besucher auf der Seite. Das gibt wiederum Aufschluss über die Qualität der Inhalte und somit der entsprechenden Nachbarschaft. Wenn man das mit anderen unbekannteren Seiten durchführt, kann man so unter Umständen durch diese Werte auf eine gute oder schlechte Nachbarschaft schließen. Wie auch die anderen Tools und deren Ergebnisse ist auch diese Möglichkeit nur beschränkt nutzbar und mit einem gewissen Risiko behaftet. Im Zweifelsfall würde ich alle Tools gleichzeitig zurate ziehen, um somit eine brauchbare Lösung zu finden.

Verweildauer auf Webseite

http://www.alexa.com/siteinfo/welt.de

Ausgehende Links auf Bad Neighbourhood regelmäßig prüfen

Ebenso wichtig wie das Prüfen von Anfragen oder fremden Webseiten auf schlechte Nachbarschaft ist das Prüfen bereits gesetzter Links auf Bad Neighbourhood. Ein Link ist immer ein Verweis auf eine Webseite, welche sich im Laufe der Jahre ändern kann. Nicht nur der Inhalt kann sich ändern, sondern auch der Besitzer und Eigentümer der Seite. So könnte es durchaus möglich sein, dass Webseiten von Firmen plötzlich zu schlechten Nachbarn werden, weil durch Insolvenz, Konkurs oder andere Umstände sich die Inhaber der Firma und somit der Internetseite geändert haben. Inhalte können angepasst oder auch komplett verändert werden, selbst das Themenfeld und die Branche kann plötzlich von Strümpfen auf Pornoseite wechseln. Das wäre für Ihre Seite der absolute Supergau. Wenn Sie diese Änderung nicht rechtzeitig bemerken, Linken Sie plötzlich auf eine pornographische Seite, eine Seite mit Viren oder anderen Schadprogrammen oder eventuell auf Internetseiten, welche Pishing-Software verbreiten. Wer will das schon?

Tipp (von Mario Fische rund auch mir):  Regelmäßig die eigenen Seiten hinsichtlich ausgehender Links überprüfen. Dazu kann das von mir bereits beschriebene online Tool Xenu zum prüfen defekter Links genutzt werden. Dieses erstellt eine Liste mit allen ausgehenden Links, welche nun mit einem einfachen Klick vom Webmaster schnell in Augenschein genommen werden können. Gegebenenfalls kann man entsprechende Links entfernen oder anpassen.

Gibt ein ein Onlinetool zur sicheren automatisierten Feststellung von Bad Neighborhood?

Aufgrund von Befragungen in der SEO-Szene kann ich feststellen, dass es solch ein Onlinetool nicht gibt, zumindest nicht im deutschsprachigen Raum und das dazu noch gratis. Wer eines kennt, kann es gern Kommentieren. Eine Seite ist mir diesbezüglich aufgefallen, welche ein solches Tool anbietet (kostenlos und ohne Anmeldung), bei welchem mir jedoch die Ergebnisse recht zufällig und unwillkürlich erscheinen. Darüber hinaus habe ich eine kleine Stichprobe der Ergebnisse selbst geprüft und konnte gleich beim ersten Link das Gegenteil beweisen. Daher kann ich dieses Tool zwar hier nennen, aber nicht als verlässliches Tool zum Feststellen von schlechter Nachbarschaft empfehlen. Kann ja jeder selbst mal ausprobieren und testen: http://www.bad-neighborhood.com/text-link-tool.htm

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24. März 2010

SMX München 2010

Filed under: Konferenzen — @ 21:21

Ich war am 23.03. (erster Tag) auf der SMX in München, sowie zur Bash Abschiedsparty von Marcus im Vice München. Hab erst mal ein paar Videos eingestellt. Einige Ausschnitte von der letzten Sendung der Webmasters of the Roof (WotR) unter seofm.com

Folgende Panels habe ich besucht

Die richtigen Worte finden: Tools und Techniken für die Keywordauswahl

Dazu gibt es ja sehr viele tolle und hilfreiche Tools, welche auch im Panel vorgestellt wurden, z.B.:

v-seo.com – Tool für Longtail Keywordkombinationen

ng-search.com – Synonyme und Tippfehler

semager.de – verwandte Wörter

Bei Gelegenheit werde ich diese Tools extra Testen und darüber bloggen.

Cool fand ich hier die Buchvorstellung von Tim Cole: Unternehmen 2020 – Das Internet war erst der Anfang

Synonyme suchen via Google mit: [keyword *] oder [* keyword]

Moderation:
Tim Cole, Journalist
 
Referenten:
Kai Spriestersbach, Senior Consultant, Blue Summit Media GmbH
Stefan Fischerländer, Geschäftsführer, certo it solutions & training GmbH

Link Building Strategien und Taktiken – Was Sie noch nicht wissen..

 
Moderation:
Alexander Holl, Geschäftsführer, 121 Watt
 
Referenten:
Prof. Dr. Mario Fischer, tms Institut für technik & marktstrategien
Mikkel deMib Svendsen, Creative Director, deMib.com ApS
Sebastian Wenzel, Manager International, Text-link-Ads.com

Wetten daß.. Sie nach dieser Session wissen, worauf es bei einem SEO Analyse Tool wirklich ankommt?

 
Moderation:
Marcus Tandler, Partner, Tandler Doerje Partner
 
Referenten:
Marcus Tober, Geschäftsführer, Searchmetrics GmbH
Christoph Brenner, CEO, SEOlytics GmbH
Johannes Beus, Geschäftsführer, SISTRIX
 

“Webmasters on the Roof Allstars -Live Panel” BACK BY POPULAR DEMAND! – Teil 1 und 2

 
Moderation:
Marcus Tandler
 
Referenten:
FridayNite Ralf Goetz
Sistrix Johannes Beus
Mikkel deMib Svendsen, Creative Director, deMib.com ApS

Fridaynite ist auch dabei

Fridaynite wird nie wieder auf einem Panel sprechen oder Radio machen

Radio4SEO

Hier das Abschiedsvideo, was leider meine Digicam zerschossen hat. Hat halt bleit66 gefilmt und bereitgestellt, danke dafür.

Weitere Bilder von der Konferenz und München

 

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Wie erkennt man schlechte Nachbarn mit dem bloßen Auge?

Filed under: SEO — @ 15:15
This entry is part 2 of 3 in the series Bad Neighbourhood

Wie erkennt man im Internet, beim Surfen, Linken und Texten Bad Neighbourhood also schlechte Nachbarn? Mit bloßen Augen ist eine Seite dahingehend nicht oder eher schlecht und mit einem gewissen Fehleinschätzungsrisiko einstufbar. Es gibt m.E. keine visuellen Anhaltspunkte, eine Seite als schlechten Nachbar einzustufen. Oder doch? Dann bitte einfach mal kommentieren, interessiert mich auch. Ich Möchte im folgenden mal versuchen, einige Anhaltspunkte, Kriterien und Indizien für Seiten, welche als schlechte Nachbarn einstuft war während zusammenzutragen. Diese Aufzählung und Herleitung ist nicht abschließend und hat keinen Anspruch auf statistisch mathematisch bewiesene Richtigkeit.

Viel Werbung, schlechte Usability, keine passenden Inhalte

Ein Indiz für schlechte Nachbarschaft könnte umfangreiche Werbeeinblendungen in Form von Textwerbung (AdSense) oder andere Bannerwüste auf der Seite sein. Wenn also die Usability oder die Benutzerfreundlichkeit auf der Seite nicht gegeben ist, ein User also nicht wirklich das findet, was er sucht oder auf der Seite gar nicht das geschrieben wird, zu welchem jedoch die Seite bei Google rankt, deutet dies auf ein eventuell vorliegendes Fehlverhalten hinsichtlich der Google Webmasterrichtlinien hin. Man versucht die Seite also mit “fiesen” Tricks zu Wörtern oder Wortgruppen ranken zu lassen, um dann mit den so generierten Besuchern und den auf der Zielseite (Landingpage) zu Hauf geschalteten Textanzeigen Geld zu verdienen. Diese Annahme muss aber nicht immer korrekt sein und auf jede Seite mit viel Werbung zutreffen. Jedoch ist die Optik einer Internetseite sowie die hinterlegten redaktionellen Inhalte und deren Qualität für jeden Internetsurfer eine der wichtigsten Kriterien, entsprechend lange oder nur kurz auf dieser Seite zu verweilen. Somit kann man auch durch die Optik, über die Verweildauer auf der Seite auf die Seriösität der Seite und so gegebenenfalls auf eine gute oder schlechte Nachbarschaft schließen.

Wie kann man messen, wie lange sich Besucher auf einer Internetseite aufhalten?

Problematisch ist hier für den Webseitenbetreiber, dass es keine kostenlosen oder unaufwändige Methoden gibt, die Verweildauer von Besuchern fremder Seiten zu messen. Ohne Einblick in die Seitenstatistik meines Wettbewerbers kann ich als Webseitenbetreiber nicht sagen, wie lange sich Besucher auf Konkurrenzseiten aufhalten. Somit kann ich auch nicht auf obige Kriterien schließen, um entsprechende Seiten als gute oder schlechte Nachbarschaft einzustufen. Mehr dazu im Teil Bad Neighbourhood mit Onlinetools erkennen in dieser Serie.

Ohne Tools schlechte Nachbarn erkennen und meiden

Für diejenigen Seitenbetreiber, die entweder keine Zeit, kein Geld oder kein geeignetes Onlinetool zur Verfügung haben, existiert eine sehr einfache Methode, um das unbewusste Verlinken auf schlechte Nachbarn (Bad Neighbourhood) zu verhindern. Im Folgenden werde ich mehrere Methoden erklären:

Webseiten des öffentlichen Rechts

Linken Sie nur auf Seiten der öffentlichen Hand, wie Bundesministerien, Kammern, Berufsverbände oder Seiten von Bund, Ländern, Städten und Kommunen. Diese haben in der Regel keine kommerziellen Absichten, daher keine Werbung integriert oder nicht die Absicht bei Suchmaschinen besonders gut gefunden zu werden, aus welchen Gründen auch immer. In den seltensten Fällen werden auch SEOs zur Optimierung der Seiten beschäftigt. Daher werden von diesen Seiten sehr selten Verstöße gegen etwa die Google Webmasterrichtlinien begangen, was Google übrigens häufig durch ein überdurchschnittlich gutes Ranking belohnt und sich so der Kreis schließt, der da heißt: Halte die Richtlinien ein, bleib sauber, dann wirst du auf Dauer von Google belohnt und gleichst so die fehlenden Einnahmen derjenigen aus, die Links verkaufen oder mit anderen unsauberen Methoden zusätzliches Geld verdienen. Diese sauberen Seiten des öffentlichen Rechts werden von Google in den seltensten Fällen abgestraft, so dass ein Link von Ihrer Seite auf diese Seiten in der Regel keine schlechte Nachbarschaft darstellt. Also keine Gefahr, wenn oben Rechts die Bundesflagge mit einem Ministerium angezeigt wird. Oder doch?

Natürlich muss man aufpassen, ob die Seite wirklich eine Bundesministeriumsseite ist oder ob es sich nur um ein gut gemachtes Applikat handelt, wie bspw. bundestrojaner.net – die ist definitiv nicht vom Bundesministerium. Also auch hier aufpassen.

Problem mit Bundes- oder Landesseiten

Nicht immer möchte man Inhalte der Bundesministeriumsseiten oder anderer Seiten des öffentlichen Rechts zitieren oder an linken. Vielleicht gibt es auch redaktionelle Themen, die auf derartigen Seiten gar nicht behandelt werden. In diesen Fällen greift selbstverständlich diese doch recht einfache Regelung nicht, da es schlicht keine Seiten von Bund Land oder Kommune zum betreffenden Thema gibt, die es wert wäre angelinkt zu werden. Was nun? Ein weiteres Problem habe ich im Laufe der Jahre festgestellt und möchte es hier auch nicht verschweigen:

Seiten von Bund und Ländern werden häufig und unregelmäßig geändert

Gerade die Verantwortlichen für die Internetseiten des öffentlichen Rechts haben die dumme Angewohnheit, entsprechende Artikel oder Unterseiten in unregelmäßigen und kurzen Abständen zu ändern. So könnte es passieren, dass ihre Links schnell zu einer Fehlerseite führen (Error 404). Sie müssen also dahingehend regelmäßig Ihre ausgehenden Links auf die Seiten von Bundesministerium & Co. überprüfen. Das geht am besten mit Xenu und wird im nächsten Teil der Serie Bad Neighbourhood mit Onlinetools erkennen näher erläutert.

Anfrage zur Linkpartnerschaft richtig einschätzen

Sehr häufig bekommt man als Seitenbetreiber per E-Mail Anfragen zu Linkpartnerschaften, Linktausch oder ähnlichem Aktivitäten. Hier steht für die meisten Seitenbetreiber die Frage im Raum, ist die Anfragen der Seite seriös oder handelt es sich bei dieser Seite gerade um die schlechte Nachbarschaft, welche man ja vermeiden und eben nicht anlinken sollte. Häufig werden derartige Anfragen in großen Mengen unpersonalisiert, also ohne Anrede mit ihrem Namen und immer wieder im gleichen Stil versendet. Wenn Sie mehrere Seiten betreiben, bekommen sie ein und dieselbe E-Mail in welcher nur Ihre Seiten URL ausgetauscht wurde. Das ist bereits ein Zeichen für einen organisierten Linkaufbau, um entgegen der Google Richtlinien das Ranking der Seite zu verbessern.

Nicht personalisierte Massenmails – Schlechte Nachbarn erkennen

Mario Fischer schreibt in seinem Buch von der Theorie, dass schlechte Nachbarschaft durch unpersonalisierte Linkanfragen erkennbar sei. Wenn Sie also regelmäßig nicht personalisierte Mails bekommen, welche in etwa folgendermaßen aussehen:

Sehr geehrter Webmaster,

ein paar Projekte an denen ich arbeite haben dasselbe Thema wie auch Ihre Webseite www.ihre-seite.de und zwar Finanzen .
Ich möchte mich deshalb erkundigen ob Sie an einem Linktausch interessiert wären.

Ich freue mich auf eine baldige Antwort von Ihnen.

Freudliche Grüße,

Max Mustermann

könnte es sich in der Tat um schlechte Nachbarschaft handeln, wenn sie auf diese Linkanfragen und Linktauschaktionen eingehen entsprechender Seiten anlegen. Julian von Seokratie schreibt, dass man gerade beim Linktausch häufig über´s Ohr gehauen wird. Man kann aufgrund der eigenen guten Texte oft viel bessere Links bekommen, als man vielleicht verdient hätte. Daher auch hier darauf achten, Qualität soll mit guten Links von guten Seiten belohnt werden. Wenn ich selbst qualitativ hochwertiger Texte und Artikel schreibe, sollte ich eben auch nur auf Seiten Linken, die das ebenso tun.

Was schreiben die anderen zu möglichen Methoden, ohne einen Internetservice zu nutzen, schlechte Nachbarschaft mit bloßem Auge zu erkennen.

Grazy Girl hat dazu ebenso kein Patentrezept wie Wulfy (Wer ist eigentlich Wulfy?) oder andere, die zum Stichwort bei Google ranken. Dazu schreibt Mediadonis auch ´ne Kleinigkeit. Sistrix hüllt sich in seinem Blog in Schweigen, schreibt nur von den “Kriterien der Bad Neighborhood”, die würden mich explizit mal interessieren. Ob schlechte Nachbarschaft einer Website schaden zufügen kann, wird durch Rand Fishkin auf seo-united.de geklärt. Auch in den SEO Rankingfaktoren von Gretus taucht unser Begriff der Bad Neighborhood wieder auf. Danke dafür, interessant.

Allerdings schreibt Gretus auch, dass bei guten Seiten Bad Neighbourhood keine Rolle spielt. Seh ich nicht so, denn wer sagt schon, was eine gute Seite ist. Das kann nur Google, denn die setzen den Maßstab, daher auch die Kriterien für Bad Neighborhood.

Wie schädlich oder wie gut der Link auf schlechte Nachbarschaft ist, wird in Artikel von Julian deutlich, der ihn treffender weise ” Linkgeiz” genannt hat. Also bitte jetzt nicht alles schwarz sehen und gar nicht mehr Linken, denn dann würde das Internet auf Dauer sterben, denn es ist ja bekanntlich ein Netz und nur dann, wenn es sich weiter verknüpft, was ja durch Links geschieht.

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17. März 2010

Gute Nachbarn, schlechte Nachbarn

Filed under: Tools — @ 15:12
This entry is part 1 of 3 in the series Bad Neighbourhood

Sehr nervig ist zunächst das englische Wort Bad Neighbourhood, was soviel wie schlechte Nachbarschaft bedeutet. Ich weiß nie, wie es richtig geschrieben wird. Die Aussprache von Neighbourhood geht, aber bei der richtigen Schreibweise verlasse ich mich immer auf Google und dessen Hilfe durch das Vorschlagen mit “Meinten Sie” – also die Tippfehlerfunktion von Google.

Auch Mario Fischer schreibt in seinem Buch “Website Boosting 2.0: Suchmaschinen-Optimierung, Usability, Online-Marketing” einen kleinen Absatz zu diesem Thema. Vom Prinzip her ist es klar. Hier aber noch mal sehr kurz an einem Beispiel erklärt:

Das Problem zur Bad Neighbourhood oder schlechte Nachbarschaft lässt sich mit ihrer Nachbarschaft an ihrem eigenen Wohnort erklären. Stellen Sie sich vor, dort wohnte bisher immer eine seriöse, ordentliche und ansehnliche Familie, nennen wir sie Familie Meier. 2 Kinder, Hund und Garten. Frau und Mann haben einen guten Job in angesehenen Firmen. Kegelclub, Urlaub und gute Schulbildung. So wie es sich der Durchschnittsdeutsche wünscht.

Sie, also guter Nachbar, helfen ab und an, was sich auf Gegenseitigkeit beruht. Man trinkt ein Bier am Gartenzaun und grillt beim Autoputzen. Eben Nachbarschaftshilfe. Alle sind zufriedenen, auch Ihre eigenen Verwandten, Ihre Freunde und Arbeitskollegen finden diese Nachbarn gut und haben nichts gegen Ihre Hilfe. Im Gegenteil, Sie werden um diese Nachbarn etwas beneidet.

Bezug zum Internet

Sie linken mit Ihrer Internetseite auf eine sehr seriöse Seite. Google findet das ok, ja sogar toll. Auch andere Seiten finden Ihre Texte und die Verweise auf die von Ihnen gewählten und angelinkten Seiten super. Sie bekommen dadurch zusätzliche positive Reputation und Backlinks.

Neue Nachbarn, neue Probleme?

Zurück zu unserem Beispiel mit den angesehenen Nachbarn Familie Meier. Aus persönlichen Gründen zieht die Familie Meier in eine andere Stadt,  vielleicht wegen einer neuen Arbeit oä. Das Haus wird verkauft und es ziehen sehr bald neue Nachbarn zur Miete ein. Keiner kennt die Leute, kommen von einer entfernten Stadt oder sogar aus dem Ausland.

Was passiert wohl, wenn Sie dieser neuen Familie, Ihren neuen Nachbarn weiterhin so unter die Arme greifen wie bisher Familie Meier? Ihre Freunde und Verwandten, Bekannte und Kollegen werden die Nasen rümpfen und Fragen stellen, wie: Die sind doch neu hier? Warum hilfst du denen? Die sind dreckig, das siehst du den Kindern schon an. Arbeitslos sind die auch. Ich weiß, dass die aus der alten Wohnung raus geflogen sind und nun wollen die hier alles runter wirtschaften. Lass das lieber.

Was passiert, wenn Sie trotzdem, entgegen der Meinungen und Ratschläge Ihrer Bekannten weiter helfen?

Sie bekommen ebenso einen schlechten Ruf. Man sagt Ihnen nach, das sie auch dreckig und unseriös wären. Vielleicht verlieren Sie sogar Ihre eigenen Arbeit deswegen. Würden Sie das wollen?

Bezug zum Internet

Linken Sie regelmäßig auf schlechte Nachbarn, werden Sie immer mit diesen unseriösen Seiten in Verbindung gebracht. Ihnen wird ebenso eine gewisse Unseriösität angelastet, was bis zu Abstrafungen, so genannten Penalties von Google führen kann. Dann verlieren Sie womöglich Besucher und damit Traffic also Geld. Wer will das schon?

Fazit

Meiden Sie im wirklichen Leben und im Internet Bad Neighbourhood, also linken Sie nie oder wenn nur selten und mit dem Attribut nofollow auf schlechte Nachbarn, wenn Sie es aus irgendwelchen Gründen tun müssen. Warum eigentlich? Weil Sie bei den schlechten Nachbarn vielleicht doch einen guten Hinweis, einen interessanten Text oder sogar einen guten Onlinerechner gefunden haben, den Sie nun anlinken wollen. Besser und sicherer: Nicht anlinken, nur die URL als Text zur Quelle veröffentlichen.

Im nächsten Teil der Serie erfahren Sie, wie man Bad Neighbourhood ohne Hilfsmittel wie Onlinetools erkennt oder Seiten diesbezüglich einschätzen kann.

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2 Kommentare

5. März 2010

Von Analsex, Aufkleberspam bis zu Achselpads in Hannover

Filed under: Allgemein — @ 15:21

Wieder sehr spät, aber noch in 2010. Ich war mit Alex wieder in Hannover bei Alan und Uwe auf der SEMSEO und der anschließenden Pubcon. Coole Themen. Diesmal:

Mobile Search

Hier hab ich gelernt, das man auch Mittags schon Bier trinken kann ohne in der Branche schief angesehen zu werden. Dafür mein Danke an Pelle Boese. Im Ernst, wie baut man seine mobile Seiten auf? Mein Ergebnis: Alles unter der selben Domain. Keine Subdomain nutzen, nur wenn´s umfangreicher wird. Aber 50 Seiten sollten drin sein.

Linkaufbau und Reputationmanagement

Mit Abstand der witzigste Vortrag von Dr. Mario Fischer. Dazu auch ein paar Videos und Bilder. Denn bei Amazon findet man unter "Sachbücher" auch ganz besondere Sachbücher. Musste ich doch gleich mal ausprobieren und tatsächlich. Analsex und Fisting. Mein Gott sind die bei Amazon perverse: Warum Mario Fischer zur SEMSEO gekommen ist, erfahrt ihr hier. Und was Analsex mit Amazon zu tun hat hier und hier. Hier noch ein Video zu Mario Fischer und seinem Vortrag.

Suchreichweite

Hier gab´s das neue Tool von Abakus zu sehen. Der SEODiver etwas Werbung ist ok. Darf nur nicht überhand nehmen. Interessant:

Wie ticken Suchmaschinen

Bing und Google haben hier mal zusammengearbeitet. Wie arbeitet der Bot oder Crawler? Welche Probleme treten beim Crawlen auf und wie können wir Webmaster dem Bot helfen? Anders: Was sollte man tunlichst unterlassen. Schade das Herr Müller kein T-Shirt von Google anhatte. Das wäre das Foto der Suma Giganten geworden.

Organisation von SEO im Unternehmern

Mit Jens Fauldrath. Hab mich nur gefragt: Wie kann man mit den Haaren so viele Vorträge bei Konferenzen halten? Mich würd´s nerven. Ihn wahrscheinlich nicht. Hatte mir unter dem Thema eigentlich was für den Mittelstand / KMUs erhofft, aber egal. Auf meine Nachfrage weiß ich nun, SEO nur an den abgeben, der Ahnung oder Schulung dazu hat. Ansonsten diktieren und delegieren. Jeder soll das machen, was er am besten kann. Ok, das kenne ich von meinem BWL Studium her. Trotzdem danke, war ein interessanter Einblick in den Konzern und dessen Struktur und Orga.

Latent semantische Optimierung – Was ist das?

Auch sehr interessant, besonders weil Mario Fischer von einem Tool zur semantischen Analyse von Keywords schrieb. Das wollte ich eh mal testen und hier beschrieben. Wie kann man mathematisch, Seite mit gleichem Inhalt erfassen und in einer Formel abbilden? Von einem Cluster zu einem Thema, hin zu vielen dieser Cluster und letztlich zu Vektoren und Matrizen, geil. Das hatte ich zuletzt in Wirtschaftsmathematik an der FH, wieder beim BWL Studium. Langsam kommt mir der Gedanke, das man unbedingt BWL als SEO studiert haben sollte. War mal die Frage beim Jens: Muss man als SEO studiert haben? Nein, aber wenn ja, dann versteht man auch so etwas und erinnert sich gern an´s Studium zurück. Ach hier das Tool: http://www.kwmap.com/(mein Test folgt separat)

Black Hat SEM

Mit Tim Ringel. Interessant, was da bei Adwords so geht. Obwohl einiges echt nicht mehr geht und ich mit Adwords fast nix mache. Aber wenn, erinnert man sich gern an die Tipps vom Tim. Schade nur, dass er nicht länger geblieben ist, hätt gern noch mal mit ihm geschnackt.

Panel und Teilnehmerdisskusion

Da ging´s vorwiegend um die personalisierte Suche bei Google, Datenschutz und was es daraus eigentlich noch für einen SEO zu tun gibt. Ergebnis von Marcus (hat mir gefallen): So lange es die 10 Ergebnisse gibt, egal in welcher Reihenfolge, wird es SEO geben. Danke, das beruhigt. Ich finde im Übrigen, die personalisiert Suche auch nicht schlimm, im Gegenteil, sie ist gut und trägt zur Verbesserung der Suchqualität für jeden einzelnen bei. Daraus lernt Google, was Qualität ist oder ob nun Golf ein Auto oder ein Sport. Daraus profitieren alle User bei Google. Google lernt so automatisch. Auch cool, neurale Netze bei einem Netzwerk, dachte bisher gibt´s das nur bei Star Trek in der USS Enterprise bzw. bei Data in Form des positronischen Netzwerkes. Man Star Trek SEO und BWL, ich krieg gleich ´nen neuralen Schock. Ist etwa so, als findest du im Park ´nen Blinden und … na seht euch das Video vom Mario selber an.

SEO Klinik

Wie im letzten Jahr. Nur andere Seiten. betriebsausgabe.de – rankt gut, könnte aber besser, mit mehr Links, landwirt.com – hab nicht verstanden, was die wollen. In AT besser ranken? Hallo ihr rankt zu Traktor auf 4 oder so, wer guckt da noch auf AT oder CH? fastbacklinks – würd´ mich mal interessieren, wie viele danach gleich gebucht haben. Die einzige, die wirklich ein Problem hatte, war die Damen vom Achselpad oder Drüsenfieberkonsortioum. Ich war natürlich der von betriebsausgabe.de daher auch mein Hubschreiber hier. danke dafür, ist gar nicht so leicht, das Ding zu fliegen oder geht das nur mit 4,8 auf´m Kessel?

Pubcon

Dann noch zur Pubcon, die Rechnung war dieses Jahr etwas höher als bei der SEMSEO 2009, hab mir dazu mal das Bild von Julian geklaut. Hoffe der ist nicht böse. Musik war auch cool, mal was anderes. Die Dame war wohl 2008 bei DSDS, hab´s auch gesehen und schon wieder vergessen. Linda Teodosiu War war noch? Ja, Thomas Promny hat wieder gespamt, diesmal mit Aufklebern.

Wer hat noch über die SEMSEO 2010 geblogt?

Julian (seokratie.de), Gerald (seo.de), gruenderszene.de, t3n.de, seonaut.com, InternetenteInga SchweizerJürgen, Hanns, SEO.at, spookyspam.de Hier ist der Rest

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