17. März 2010

Gute Nachbarn, schlechte Nachbarn

Filed under: Tools — @ 15:12
This entry is part 1 of 3 in the series Bad Neighbourhood

Sehr nervig ist zunächst das englische Wort Bad Neighbourhood, was soviel wie schlechte Nachbarschaft bedeutet. Ich weiß nie, wie es richtig geschrieben wird. Die Aussprache von Neighbourhood geht, aber bei der richtigen Schreibweise verlasse ich mich immer auf Google und dessen Hilfe durch das Vorschlagen mit "Meinten Sie" – also die Tippfehlerfunktion von Google. Auch Mario Fischer schreibt in seinem Buch "Website Boosting 2.0: Suchmaschinen-Optimierung, Usability, Online-Marketing" einen kleinen Absatz zu diesem Thema. Vom Prinzip her ist es klar. Hier aber noch mal sehr kurz an einem Beispiel erklärt: Das Problem zur Bad Neighbourhood oder schlechte Nachbarschaft lässt sich mit ihrer Nachbarschaft an ihrem eigenen Wohnort erklären. Stellen Sie sich vor, dort wohnte bisher immer eine seriöse, ordentliche und ansehnliche Familie, nennen wir sie Familie Meier. 2 Kinder, Hund und Garten. Frau und Mann haben einen guten Job in angesehenen Firmen. Kegelclub, Urlaub und gute Schulbildung. So wie es sich der Durchschnittsdeutsche wünscht. Sie, also guter Nachbar, helfen ab und an, was sich auf Gegenseitigkeit beruht. Man trinkt ein Bier am Gartenzaun und grillt beim Autoputzen. Eben Nachbarschaftshilfe. Alle sind zufriedenen, auch Ihre eigenen Verwandten, Ihre Freunde und Arbeitskollegen finden diese Nachbarn gut und haben nichts gegen Ihre Hilfe. Im Gegenteil, Sie werden um diese Nachbarn etwas beneidet.

Bezug zum Internet

Sie linken mit Ihrer Internetseite auf eine sehr seriöse Seite. Google findet das ok, ja sogar toll. Auch andere Seiten finden Ihre Texte und die Verweise auf die von Ihnen gewählten und angelinkten Seiten super. Sie bekommen dadurch zusätzliche positive Reputation und Backlinks.

Neue Nachbarn, neue Probleme?

Zurück zu unserem Beispiel mit den angesehenen Nachbarn Familie Meier. Aus persönlichen Gründen zieht die Familie Meier in eine andere Stadt,  vielleicht wegen einer neuen Arbeit oä. Das Haus wird verkauft und es ziehen sehr bald neue Nachbarn zur Miete ein. Keiner kennt die Leute, kommen von einer entfernten Stadt oder sogar aus dem Ausland. Was passiert wohl, wenn Sie dieser neuen Familie, Ihren neuen Nachbarn weiterhin so unter die Arme greifen wie bisher Familie Meier? Ihre Freunde und Verwandten, Bekannte und Kollegen werden die Nasen rümpfen und Fragen stellen, wie: Die sind doch neu hier? Warum hilfst du denen? Die sind dreckig, das siehst du den Kindern schon an. Arbeitslos sind die auch. Ich weiß, dass die aus der alten Wohnung raus geflogen sind und nun wollen die hier alles runter wirtschaften. Lass das lieber. Was passiert, wenn Sie trotzdem, entgegen der Meinungen und Ratschläge Ihrer Bekannten weiter helfen? Sie bekommen ebenso einen schlechten Ruf. Man sagt Ihnen nach, das sie auch dreckig und unseriös wären. Vielleicht verlieren Sie sogar Ihre eigenen Arbeit deswegen. Würden Sie das wollen?

Bezug zum Internet

Linken Sie regelmäßig auf schlechte Nachbarn, werden Sie immer mit diesen unseriösen Seiten in Verbindung gebracht. Ihnen wird ebenso eine gewisse Unseriösität angelastet, was bis zu Abstrafungen, so genannten Penalties von Google führen kann. Dann verlieren Sie womöglich Besucher und damit Traffic also Geld. Wer will das schon?

Fazit

Meiden Sie im wirklichen Leben und im Internet Bad Neighbourhood, also linken Sie nie oder wenn nur selten und mit dem Attribut nofollow auf schlechte Nachbarn, wenn Sie es aus irgendwelchen Gründen tun müssen. Warum eigentlich? Weil Sie bei den schlechten Nachbarn vielleicht doch einen guten Hinweis, einen interessanten Text oder sogar einen guten Onlinerechner gefunden haben, den Sie nun anlinken wollen. Besser und sicherer: Nicht anlinken, nur die URL als Text zur Quelle veröffentlichen. Im nächsten Teil der Serie erfahren Sie, wie man Bad Neighbourhood ohne Hilfsmittel wie Onlinetools erkennt oder Seiten diesbezüglich einschätzen kann.

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26. November 2008

Onpage Optimierung Teil C

Filed under: SEO — @ 09:06
This entry is part 5 of 6 in the series Suchmaschinenoptimierung für Anfänger

Nachdem wir uns im letzten Teil mit der Keywordanalyse, der Keyworddichte sowie der Gestaltung von Seitentiteln und Überschriften beschäftigt haben, soll es im 3. und letzten Teil der Onpageoptimierung unter anderem um das Aussehen und die Form der Adressen der einzelnen Seiten (URL oder URI genannt) gehen.

Eine höhere Dynamik erfordert einen größeren Informationsfluss im Internet

Programmiersprachen wie PHP oder andere dynamische Webprogrammiersprachen bieten die Möglichkeit, die Seiten für den Benutzer ganz individuell erscheinen zu lassen. Abhängig von den Bedürfnissen oder den Anforderungen der User können so viele Informationen ohne das Wissen des Benutzers im Hintergrund verarbeitet werden. Und genau um diese Infos geht es. Denn in den Anfängen der Programmierung mit dynamischen Sprachen, wurden die Informationen und Befehle offensichtlich innerhalb der Adresse in Form von Parametern weitergegeben.
Das sah dann etwa so aus: http://www.meine-seite.de/index.php?id=123&subid=abc

Warum ist die Gestaltung der Adresse wichtig?

Nicht nur Menschen können sich diese Informationen schlecht merken oder noch weniger die komplette Adresse behalten. Auch Suchmaschinen können diese wirren Zahlen und Zeichen nur holprig verarbeiten. Wesentlich besser wäre da eine suchmaschinenfreundliche Gestaltung, die darüber hinaus der Suchmaschine noch zusätzliche Infos, ja am besten wichtige Keywords vermittelt. So wird die Keywordrelevanz nicht nur durch Seitentitel und Überschriften erzeugt, sondern auch mit der Adresse selber. Der Webmaster hat so zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

Gibt´s so etwas? Die Lösung lautet ganz klar „JA“ es gibt eine entsprechende Funktion, die obige Parameter in vordefinierte Strukturen umschreibt. Komplettlösungen und professionelle Onlineshops haben sogar diese suchmaschinenfreundlichen URLs integriert, so dass der Betreiber nur noch wenige Mausklicks machen muss, um die Adressen dauerhaft zu ändern. Weitere Infos erhält man unter dem Stichwort mod_rewrite zum Beispiel unter www.modrewrite.de – die modifizierten Seiten sehen dann bspw. folgendermaßen aus http://www.meine-seite.de/so-koennte-auch-die-ueberschrift-lauten
Also sehr viele Infos, keine Zahlen oder Parameter mehr.

Vorsicht vor doppelten Adressen

Die Änderungen an den URLs sollten auf jeden Fall vor der Veröffentlichung der Texte, der Produkte im Shop oder der Seiten erfolgen, da andernfalls nicht funktionierende interne sowie externe Links erzeugt werden. Die User gelangen also beim Klick auf die „alten“ Links und Adressen zu Fehlerseiten, da die Inhalte ja nun den neuen, suchmaschinenfreundlichen Seiten zugeordnet wurden. Womit wir auch schon zum nächsten wichtigen Thema überleiten können.

Gute interne Verlinkung und Vermeidung von defekten Links

Die interne Verlinkung ist äußerst wichtig und zwar nicht nur für Suchmaschinen, sondern auch für die menschlichen Benutzer. Durch interne Links kann der User navigieren, vom einen zum anderen Artikel springen ohne umständlich zurück über die Startseite zum neuen Seiteninhalt zu surfen. Die interne Verlinkung hilft dabei auch den Suchmaschinen, das Thema der Seite zu erfassen. Auch bei der internen Verlinkung sollte der Seitenbetreiber auf die Verwendung von seitenrelevanten Keywörtern achten, um sein Suchmaschinenranking positiv zu beeinflussen.

Seiten nach defekten Links prüfen

Ein defekter Link, auch kaputter oder broken Link bezeichnet, ist ein interner Verweis auf eine Seite, welche jedoch nicht oder nicht mehr existiert. Defekte Links entstehen häufig durch Schreibfehler oder Tippfehler, können aber auch das Resultat aus dem Löschen von bereits veröffentlichten Seiten sein. Auf diese Pseudoseiten zeigen nach wie vor Links, welche jedoch den Besucher und die Suchmaschinen in eine Sackgasse führen. Im günstigsten Fall wird eine Fehlerseite angezeigt.

Wieso sollte man nach kaputten Links suchen?

Warum die Vermeidung oder Behebung defekter Links wichtig ist, kann an einem Beispiel aus dem täglichen Leben schnell erklärt werden. Stellen Sie sich vor, Ihnen wird von einem Bekannten ein interessanter Ratgeber empfohlen. Der absolute Wahnsinn, musst du unbedingt haben, jeder spricht darüber. Sofort kaufen Sie das Buch und fangen mit dem Lesen an. Dazu nutzen Sie wie gewöhnlich das Inhaltsverzeichnis und blättern anschließend auf die entsprechende Seite, um den Ratschlag zu lesen. Dort stellen Sie schnell fest, dass Sie auf der angegebenen Seite nicht das gewünschte finden. Auch der zweite und dritte Versuch schlagen fehl. So erkennen Sie schnell, dass der Ratgeber nicht zu gebrauchen ist, da das Inhaltsverzeichnis falsch referenziert. Die Verweise zeigen also auf falsche Seiten und führen so zu falschen Ergebnissen.
Es ist also äußerst wichtig, interne Links zu setzen und die vorhandenen regelmäßig auf Korrektheit zu prüfen. Dazu gibt es selbstverständlich Tools, die dem Webmaster die Arbeit erleichtern. Wir empfehlen Xenu’s Link Sleuth.

Vermeidung von Duplicate Content

Wie entstehen doppelte Inhalte?

Duplicate Content (Doppelte Inhalte) können auf verschiedene Arten ins Netz gelangen. Zum Einen kann es passieren, dass der Webmaster selbst versehentlich identische Texte wie Produktbeschreibungen oder Artikel auf unterschiedlichen Seiten veröffentlicht. Zum Anderen kann es auch vorkommen, dass andere Dienstanbieter oder Seitenbetreiber Inhalte raubkopieren und diese Plagiate unter deren Namen veröffentlichen. Dies kann auch automatisiert geschehen, was scraping genannt wird. Doppelter Inhalt entsteh auch immer dann, wenn eine Seite so genannte Druckansichten von Artikeln anbietet. Dort findet man den selben Text nur für den Drucker aufbereitet.

Wieso ist Duplicate Content unerwünscht bei Google?

Google gibt eindeutig an, dass die Sucherergebnisse für den Kunden, also die Suchenden eindeutig und qualitativ hochwertig sein sollen. Daher filtert Google von Haus aus doppelte Inhalte und veröffentlicht eine Version davon. Welche Seite das ist, hängt vom Googlefilter ab, so dass es im Zweifel die für den Webmaster „falsche“ Seite sein kann. Eben die Variante, die gestohlen wurde. Daher sollte jeder Seitenbetreiber sowohl auf interne Dopplungen achten, als auch von externen Kopien abstand nehmen bzw. solche regelmäßig verfolgen. Schließlich möchte ja auch kein Mensch vor einem Bücherregal stehen, in welchem die Bücher zwar unterschiedliche Einbände haben, deren Inhalte jedoch identisch sind. Dieses Regal (Suchmaschine) wird mit Sicherheit nicht noch mal aufgesucht. Ein Tool zur Identifizierung von doppelten Inhalten ist der Service von http://www.copyscape.com

Selber texten, nicht kopieren

So verlockend es auch sein mag, jeder Seitenbetreiber sollte seine Texte selber schreiben und eben nicht von großen oder kostenlos zugänglichen Portalen Kopien erstellen. Größtenteils schadet sich der Raubkopierende immer selbst und oft hat es auch juristische Folgen, denn Plagiate verstoßen gegen das Urheberrecht und können in Einzelfällen verfolgt und mit Geld- und Gefängnisstrafen geahndet werden.

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19. Juni 2008

Tools zur Prüfung defekter interner Links

Filed under: Tools — @ 19:22

Xenu’s Link Sleuth – kostenloses Tool

Dieses Offlinetool findet sowohl defekte externe als auch interne Links einer beliebigen Website. Es ist zwar in englischer Sprache erstellt, da jedoch auch kostenlose deutsche Hilfen angeboten wird, kann selbst der Laie schnell mit dem hilfreichen Tool umgehen.

Vorteile der Software

1. Das Programm scannt in Echtzeit das Web und zeigt auf Wunsch nur die kaputten Links an. Durch die Feineinstellung zu Beginn des Scannprozesses, können sowohl externe Links, als auch Links mit bestimmten Inhalten ausgeschlossen werden. So kann der Webmaster bspw. das Scannen seines Forums oder seines Blogs von vornherein verbieten. Das spart Zeit und macht das Ergebnis übersichtlicher.

2. Das Programm ist kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar.

3. Die Software erstellt einen sehr übersichtlichen und vollständigen Ergebnisreport, den der Webmaster dann gezielt abarbeiten kann.

Nachteile der Software

Der Webmaster muss den Scannprozess selbst anstoßen, so dass die regelmäßige Prüfung meist auf der Strecke bleibt.

Link zum Download und Beschreibung (englisch):
http://home.snafu.de/tilman/xenulink.html

Link zur Beschreibung (deutsch):
http://www.aspheute.com/artikel/20010518.htm

Google Webmastertools

Sehr übersichtlich, jedoch nicht in Echtzeit. Daher ist kontinuierliches Scannen durch Google nötig, um permanent defekte Links zu analysieren. Wenn der fehlerhafte Link in der Ergebnisliste steht, ist er leider von Google schon erkannt worden. Daher kann dieser falsche Link nicht von vornherein vermieden werden.

Link zum Tool: http://www.google.com/webmasters/tools/?hl=de

Linkvendor

Das kostenlose Tool von linkvendor prüft leider immer nur eine vordefinierte Seite und gibt das Ergebnis übersichtlich tabellarisch aus. Große Webprojekte sind hier nicht oder nur sehr umständlich prüfbar.

Link zum Tool: http://de.linkvendor.com/seo-tools/ausgehende-links.html

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