5. Mai 2010

Kann man mit einem Onlinetool expired Domains finden?

Filed under: Tools — @ 09:35

Diese Frage habe ich mir immer gestellt und glaubte bisher, kein Programmierer oder SEO dieser Welt, ist so bescheuert, ein solches Tool zu veröffentlichen, um anderen und fremden Menschen eben expired Domains quasi anzubieten oder zu schenken. Dachte ich bisher, doch wie schon einige Male in meinem Leben, habe ich hier auch falsch gedacht. Mir wurde kürzlich eben ein solches Tool vorgestellt, ich durfte es testen und möchte an dieser Stelle darüber berichten.

Orange SEO bietet expired Domains an

In der Suchmaske für die Abfrage der Datenbank kann der Benutzer nicht nur gewünschte Schlagwörter eingehen, welche in der expired Domain enthalten sein sollen, sondern auch der Mindestwert von PR ( Pagerank), Link-Pop, DomainPop, IP-Pop können erfasst werden. Das gestaltet die Suche sehr viel einfacher und filtert von Anfang an unerwünschte Ergebnisse.

expired domainsIn meinem Test habe ich das Wort "Versicherung", "Radio" und "Kind" eingegeben und habe in der Tat so jeder Abfrage Ergebnisse bekommen. Nun liegt es an jedem selbst, die zur Verfügung gestellten Domains entsprechend zu prüfen, um sie anschließend registrieren zu können. Denn die gehören wirklich keine mehr, man könnte theoretischer Weise alle angebotenen Adressen innerhalb von wenigen Sekunden mit einem Domainrobot auf seinen Namen registrieren. Ob das allerdings Sinn macht, wage ich zu bezweifeln, denn jeder, der genauer anschaut, wird feststellen, dass hier auch viel Schund dabei ist.

Wie filtere ich die guten von den schlechten Domains?

Die schlechten ins Kröpfchen, die guten ins Töpfchen. Ne, im Ernst, eine absolute Sicherheit wird es bei dieser Frage nie geben. Man kann jedoch einige sinnvolle Voreinstellungen im Tool und bei der anschließenden Prüfung vornehmen, um nicht jede x-beliebige Domain angezeigt zu bekommen oder zu reggen.

PR echt oder gespiegelt?

Die Einstellung des Pageranks allein wird uns nicht weiterführen, denn sicher ist jedem bekannt, dass man den PR auch faken kann, indem der PR gespiegelt wird. Zur Erläuterung: Es ist technisch möglich, den PR einer anderen, PR-stärkeren Seite auf den einer PR-schwachen Seite zu übertragen. Für Außenstehende und Laien sieht es tatsächlich so aus, als hätte die Ursprungsseite einen sehr guten Pagerank, was natürlich nicht der Wahrheit entspricht. MIt derartigen gespiegelten Seiten wird dann häufig Linktausch betrieben. Und, wer tauscht nicht gern mit einer PR 5 oder 6 Seite? Daher sollte man immer dieses Kriterium prüfen oder prüfen lassen und zusätzlich auch die Anzahl der Backlinks sowie deren Qualität prüfen. Das von uns getestete Tool gibt dem User direkt zum Thema PR spiegeln einen Hinweis hinter jeder Domain aus. Wir werden auch demnächst Tools testen, die die Spiegelung von Seiten bzw. PR analysiert.

Guter Artikel zum Thema gespiegelter PR von hp-profi.info

Tool zum Testen von gespiegeltem Pagerank von web4site.de

Auch ein guter Tipp:

"Zudem können Sie auch den Google Cache (Zwischenspeicher) für eine Domain unter http://209.85.135.104/search?q=cache:www.domainname.de&hl=de prüfen. Ersetzen Sie www.domain.de einfach mit dem zu prüfenden Domainnamen. Solange eine "wertlose" Domain den Pagerank einer anderen Domain wiederspiegelt befinden sich im Cache der wertlosen Domain die Daten der "wertvollen" gespiegelten Domain."

Quelle: http://www.hp-profi.info

IP, Domain und Linkpop

Nachdem wir also wissen, dass der PR allein für eine gute und starke Domain kein aussagefähiges Kriterium darstellt, müssen weitere Indikatoren bei der Prüfung herangezogen werden. Ich fasse aus Einfachheitsgründen die Popularität einer Seite, bestehend aus IP-, Domain- und LInk-Popularität zusammen.

Kern der Popularität ist die Anzahl der Backlinks von entweder unterschiedlichen IP- Adressen (IP- Popularität), unterschiedlichen Domains ( Domain-Popularität) oder unterschiedlichen Links, ohne dabei jeweils auf die Domain oder IP Herkunft zu achten. So kann man eine Qualitätseinstufung vornehmen, welche Backlinks von unterschiedlichen IP Adressen höher gewichten, als Backlinks von unterschiedlichen Domains oder einfach nur eine bestimmte Anzahl von links, jeweils von einer Seite. Hui, das Thema ist in der Tat wirklich schwer zu erklären. Daher versuche ich es jetzt einmal mit einem Beispiel die Popularität von IP, Domain und Links zu erklären.

Wie filtere ich nun die guten von den schlechten Domains?

Lange Rede kurzer Sinn. Nach obigen Beispiele und den Erläuterungen dazu ist es nun klar, wie man das online Tool von Orange SEO zum Finden von expired Domains einstellen sollte:

min. PR:

gewünschten PR eingeben

min. IP-POP:

Eine Zahl eingeben, hier muss man in der Tat testen, da ja immer eine unterschiedliche Zahl von Domains in der Datenbank vorhanden sind.

Fazit zum Tool expired Domains

Die wirklich dicken Frische wird man mit diesem Tool nicht finden, da muss man sich schon selbst was bauen. Wie sich sicher jeder denken kann, werden die Betreiber die guten Domains vorher für sich selbst registrieren und nicht der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Doch ich kann mir vorstellen, dass man den ein oder anderen Glücksgriff hinsichtlich einer expired Domain mit diesem Tool machen kann, wenn man in regelmäßigen Abständen vorbei schaut und entsprechende Einstellungen im Filter vornimmt. Ich hab zumindest schon was für mich registriert ;-)

Was etwas stört:

  1. Man kann nciht mehr als 5 Datensätze pro Seite sehen. Das erzeugt teilweise sehr viele UNterseiten, was die NAvigation etwas nervig macht.
  2. Eine kleine Hilfe für Fachbegriffe oder allgemein zum Tool, der Rechenweise oder nur der Klärung von Verständnisfragen und Abkürzungen würde dem Service und den Besuchern gut tun. Kann man aber Gott sei Dank nachholen.
  3. Viele Datensätze stehen über einen sehr langen Zeitraum auf "Wird geprüft" oder "Ermittlung ausstehend" – lieber die Daten ganz weglassen, bevor nur unvollständige Datensätze ausgegeben werden. Weniger ist manchmal mehr ;-)

 

Zum Tool expired Domains

Das Tool erreicht man unter http://orange-seo.de

Ähnliche Beitrãge

3 Kommentare

24. August 2009

Liste von Wegwerfmailadressen

Filed under: Newslettermarketing — @ 12:27

mailinator.com
spammotel.com
sneakemail.com
spamgourmet.com
mailnull.com
sofort-mail.de
sofortmail.de
anonbox.net
temporaryinbox.com
nervmich.net
trashmail.de
trash-mail.com
trashmail.com
trash-mail.de
trashmail.net
discardmail.com
emaildienst.de
spamgbog.de
goodmails.de
spamcorptastic.com
sneakemail.com
discardmail.com
spaminator.de
myTrashMail.com
netzidiot.de
mail4trash.com
trash-mail.net
spambog.de
spambog.com
eintagsmail.de
guerrillamail.com
guerrillamailblock.com
trash2009.com
spam.la

trash2009.com
spam.la
 

(Die Liste wird gelegentlich ergänzt, sofern wir auf neue Dienste stoßen.)

Des einen Freud des anderen Leid – Pro und Contra Wegwerfadressen

Da ich seit einiger Zeit einen BWL Newsletter versende, stoße ich immer wieder auf diese Adressen, die ich natürlich dann per Hand aus dem Verteiler filtern muss. Die Zustellrate und Öffnungsrate des Newsletters dankt´s mir ;-) Nun habe ich da einen kleinen automatischen Filter programmieren lassen, der mir diese doch recht nervige Arbeit abnimmt. Dummerweise kommen ständig neue Dienste hinzu, so dass ich bereits eine beachtliche Liste zusammengetragen habe.

Diese Liste dient auch denen, die einen solchen Dienst oder eine derartige Adresse suchen, denn manchmal sind Wegwerfadressen ja doch sinnvoll, um sich z.B. bei diversen Anbietern vor Spam zu schützen. Wir versenden ja keinen Spam – das sagen wahrscheinlich alle Firmen und auch die Spammer selbst. In unserem Newsletter sind nur unsere neuen Texte der Seite enthalten, ab und an mal ein Linkhinweis und eine kleine und dezente Werbung, welche die extrem hohen Kosten des Versand decken sollen. Hier der Beweis ein Beispielnewsletter. Die liegen derzeit immerhin bei mehr als 300 EUR pro einmaligem Versand. Auch ein Grund, nicht zu viele ungültige Mails im Verteiler zu haben.

Die user haben Angst, Spam zu bekommen und die seriösen Newsletterbetreiber haben Angst die Wegwerfadressen zu sammeln.

Forendiskussion

Eine angeregte Diskussion zum Thema Wegwerfadressen oder Einmaladressen findet man unter

http://board.protecus.de/t6225.htm

Ähnliche Beitrãge

2 Kommentare

29. Juli 2009

Whois Abfrage mit mehreren IP Adressen gleichzeitig

Filed under: Tools — @ 10:38

Ich habe mal wieder ein kleines Tool programmiert, bei dem ich nicht weiß, ob es jemand braucht? Ich habe es dazu benutzt, um einen Artikel über die Bad Bots und deren Herkunft auf meinen Internetseiten zu verfassen. Die IP Adressen stammen dabei von einer Spiderfalle (spider trap), welche alle Bots aussperrt, welche sich nicht an die Regeln meiner robots.txt halten. Nun wollte ich wissen, woher all diese Bots stammen, da ich der Meinung war, dass diese IP Adressen eh alle nur aus Russland oder China kommen. Mit diesem Tool konnte ich mehrere hundert IP Adressen gleichzeitig auf ihrer Herkunft prüfen. Das Ergebnis wurde ja bereits in einem anderen Artikel veröffentlicht und bestätigte keineswegs meine Annahme.

In dem Tool zum gleichzeitigen Whois Abfragen mehrerer IP Adressen werden lediglich die IP Adressen unduntereinander ohne Komma oder Semikolon eingetragen. Anschließend auf den prüfen Button klicken. Als Ergebnis wird jede IP Adresse mit der Landesherkunft ausgegeben sowie eine Zusammenfassung, wie viele IP Adressen insgesamt aus welchem Land stammen. Einige Adressen können mit der von uns genutzten Datenbank nicht zugeordnet werden, wodurch dann das Ergebnis unbekannte IP-Adresse entsteht.

Die Whois Datenbank wird regelmäßig einmal pro Monat aktualisiert. Ich bin schon auf die Kommentare gespannt, ob jemand vielleicht eine andere Verwendung für dieses Tool hat. Denn wer prüft schon regelmäßig mehrere 100 IP Adressen auf deren Herkunft?

Ähnliche Beitrãge

7 Kommentare