31. März 2010

Bad Neighbourhood mit Onlinetools erkennen

Filed under: Tools — @ 15:15
This entry is part 3 of 3 in the series Bad Neighbourhood

In diesem Abschnitt möchte ich einige Möglichkeiten aufzeigen, mit kostenlosen oder kostenpflichtigen Onlinetools aus dem Internet das Problem der schlechten Nachbarschaft zu prüfen und entsprechende Schlüsse zu ziehen, um so Argumente für oder gegen Linkanfragen zu bekommen oder bereits bestehende Links nachhaltig zu prüfen.

SISTRIX – früherer, vergangener oder historischer Pagerank

Diese Möglichkeit nutze ich regelmäßig. Sie kostet zwar etwas Geld, ich kann aber nicht nur dieses Tool nutzen, sondern noch viel mehr, daher ist es bei Sistrix eher ein Abfallprodukt für meine Analyse.

Wie geht’s genau?

Im SEO Tool von Sistrix gibt es eine Funktion, den Pagerank einer Seite über einen Zeitraum von mehreren Monaten in die Vergangenheit zurückverfolgen (Historischer Pagerank). Genau das ist der Schlüssel für meine Analyse und Bewertung der schlechten Nachbarschaft. Ist eine Seite bei Google negativ aufgefallen, so wurde sie womöglich in der Vergangenheit über den Pagerank abgestraft. Der Pagerank der Seite fällt in diesem Fall um etwa zwei Punkte, vielleicht von PR 5 auf PR 3. Eventuell wird diese Abstrafung wieder zurückgenommen, man kann aber anhand der Kurve recht gut erkennen, dass die Seite und wann einmal Mist gebaut hat und Google sie im Visier oder auf dem Schirm hat. Links zu dieser Seite werden von mir nur Notfall gesetzt oder wenn es wirklich redaktionell begründet liegt, eventuell auch mit nofollow.

So sieht die Abstrafung in einem Diagramm aus?

Pagerank AbstrafungAus diesem Diagramm ist eindeutig erkennbar, dass die Internetseite. Wann im November von einem Pagerank 3 auf einen PR 0 zurückgestuft und somit von Google mit einer Strafe (penalty) belegt wurde. Dies muss keine Auswirkung auf das aktuelle Ranking in den Suchergebnissen haben, Besucher müssen daher nicht ausbleiben, jedoch ist es für den Webmaster, der sich mit Suchmaschinenoptimierung, Linktausch und Linkaufbau beschäftigt eine sehr große Schmach, da sehr viele Webmaster auf den Pagerank achten und Schlüsse auf die Mächtigkeit der Seite ziehen. Getreu dem Motto: wer den größten Pagerank hat, hat die beste Seite. Was ich im übrigen nicht vertrete. So habe ich eine Anfrage bekommen, auf welche ich aufgrund schlechter Nachbarschaft abgelehnt habe. Mir wurde als Argument entgegengehalten, man hätte doch genauso viele Backlinks wie meine Seite und wäre daher gleichberechtigt. Betreffende Webmaster hat wahrscheinlich noch nicht auf seinen historischen Pagerank geachtet und auf die Möglichkeit, dass andere Internet Seitenbetreibern dies ebenso tun können, dann hätte er wahrscheinlich anders argumentiert.

SISTRIX Sichtbarkeitsindex

Auch der Sichtbarkeitsindex von SISTRIX bietet eine Möglichkeit, schlechte Nachbarn via Onlinetool zu identifizieren. Was ist der SISTRIX  Sichtbarkeitsindex? Ich habe mir mal die erläuternde Passage aus der SISTRIX Hilfe geborgt.

Derzeit werden die ersten einhundert Treffer von rund einer viertel Million deutschsprachiger Keywords überwacht …, was jede Woche 25 Millionen Datenpunkte ergibt. Der Index wird berechnet aus der Platzierung einer Domain bei den überwachten Keywords, aus der zu erwartenden Klickrate aufgrund der Positionierung sowie aus dem Wert des Keywords (der erwartete Traffic für die jeweilige Suchphrase).
Der Sichtbarkeitsindex bietet Ihnen die Möglichkeit, den Erfolg einer Domain oder Subdomain in den SERPs zu beurteilen sowie die Entwicklung im Laufe des Beobachtungszeitraums zu überblicken. Im Folgenden werden nun Schritt für Schritt die aktuellen Möglichkeiten des SEO-Moduls beschrieben.

Quelle: https://tools.sistrix.de/download/pdf/toolbox-seo.pdf

So sieht eine eventuelle Abstrafung im Sichtbarkeitsindex aus

sistrix sichtbarkeitsindex bad neighborhood

Der Chart zeigt sehr deutlich, dass diese Seite Ende November einen herben Einbruch im Sichtbarkeitsindex verbuchen musste. Von ca. 3 auf 0 – eine natürliche Entwicklung ist hier eher unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist  eine Abstrafung durch Google. Diese wurde hier nicht über den PR durchgeführt, sondern durch eine Strafe im Googleindex (Serps). Die einzelnen Seiten der Webseite wurden schlichtweg um einige Plätze im Google Ranking nach hinten geschoben, so dass sie im Sichtbarkeitsindex und der hinterlegten Formel auf Null gefallen sind. Bei so einer Kurve, würde ich mit einem Link vorsichtig sein. Wenn dazu noch eine Achterbahn im historischen Pagerank kommt, dann ist der Beweis für schlechte Nachbarschaft quasi erbracht.

Hinweis: Bitte nicht von einzelnen Daten auf die Gesamtheit schließen, es handelt sich bei den Tools wie auch bei der augenscheinlichen Begutachtung von Seiten nur um subjektive Eindrücke, welche nicht immer der Wahrheit entsprechen müssen. Daher meine Empfehlung: Immer mehrere Analysen gleichzeitig durchführen, um so in der Summe ein Ergebnis für gute oder schlechte Nachbarschaft zu bekommen. Außerdem den guten Menschenverstand nciht vergessen. Das innere Gefühl, was mir sagt, ob einen Seite ok ist oder nicht.

Hier noch ein schönes Beispiel für eine doppelte Bestrafung. Sowohl der PR wurde von 6 auf 4 zurückgedreht, als auch der Sichtbarkeitsindex negativ beeinflusst, was sich an der Anzahl der indizierten Seiten bei Google zeigt.

seite mit penalty sistrix

Toolbar von Alexa, Google & Co.

Eine andere Möglichkeit mit einem Tool im Internet auf eine gute oder schlechte Nachbarschaft zu schließen, sind die Auswertungen oder die Ergebnisse einer Toolbar, insbesondere der von Alexa. Suchmaschinen wie Google  oder Internetdienste wie Alexa bedienen sich hier der so genannten Toolbars, die von den Benutzern auf den lokalen Computern installiert werden, so das durch diese Toolbars das Surfverhalten und damit die Verweildauer und das Klickverhalten der Internetnutzer überwacht und aufgezeichnet werden kann. Alexa nutzt so die Toolbar, um die durchschnittliche Verweildauer von Besuchern auf einer Seite herauszubekommen. Entgegen aller fachunkundigen Meinungen der durchschnittlichen Bevölkerung, Ist Alexander ein Virus oder eine ähnliche Schatzsoftware. Immer wieder finden Leute auf ihrem Computer zuhause so genannte Cookies, welcher von Alexa oder eher von der Toolbar gesetzt werden. Viele denken dann, sie sind von einem Virus infiziert und löschen panisch alles was es auf dem Rechner gibt.

Wenn man eine Seite wie hier beispielhaft Welt.de von Alexander Visieren lässt, bekommt man einige interessante Daten. So auch mit der Einstellung “Time on site” die durchschnittliche oder ungefähre Verweildauer der Besucher auf der Seite. Das gibt wiederum Aufschluss über die Qualität der Inhalte und somit der entsprechenden Nachbarschaft. Wenn man das mit anderen unbekannteren Seiten durchführt, kann man so unter Umständen durch diese Werte auf eine gute oder schlechte Nachbarschaft schließen. Wie auch die anderen Tools und deren Ergebnisse ist auch diese Möglichkeit nur beschränkt nutzbar und mit einem gewissen Risiko behaftet. Im Zweifelsfall würde ich alle Tools gleichzeitig zurate ziehen, um somit eine brauchbare Lösung zu finden.

Verweildauer auf Webseite

http://www.alexa.com/siteinfo/welt.de

Ausgehende Links auf Bad Neighbourhood regelmäßig prüfen

Ebenso wichtig wie das Prüfen von Anfragen oder fremden Webseiten auf schlechte Nachbarschaft ist das Prüfen bereits gesetzter Links auf Bad Neighbourhood. Ein Link ist immer ein Verweis auf eine Webseite, welche sich im Laufe der Jahre ändern kann. Nicht nur der Inhalt kann sich ändern, sondern auch der Besitzer und Eigentümer der Seite. So könnte es durchaus möglich sein, dass Webseiten von Firmen plötzlich zu schlechten Nachbarn werden, weil durch Insolvenz, Konkurs oder andere Umstände sich die Inhaber der Firma und somit der Internetseite geändert haben. Inhalte können angepasst oder auch komplett verändert werden, selbst das Themenfeld und die Branche kann plötzlich von Strümpfen auf Pornoseite wechseln. Das wäre für Ihre Seite der absolute Supergau. Wenn Sie diese Änderung nicht rechtzeitig bemerken, Linken Sie plötzlich auf eine pornographische Seite, eine Seite mit Viren oder anderen Schadprogrammen oder eventuell auf Internetseiten, welche Pishing-Software verbreiten. Wer will das schon?

Tipp (von Mario Fische rund auch mir):  Regelmäßig die eigenen Seiten hinsichtlich ausgehender Links überprüfen. Dazu kann das von mir bereits beschriebene online Tool Xenu zum prüfen defekter Links genutzt werden. Dieses erstellt eine Liste mit allen ausgehenden Links, welche nun mit einem einfachen Klick vom Webmaster schnell in Augenschein genommen werden können. Gegebenenfalls kann man entsprechende Links entfernen oder anpassen.

Gibt ein ein Onlinetool zur sicheren automatisierten Feststellung von Bad Neighborhood?

Aufgrund von Befragungen in der SEO-Szene kann ich feststellen, dass es solch ein Onlinetool nicht gibt, zumindest nicht im deutschsprachigen Raum und das dazu noch gratis. Wer eines kennt, kann es gern Kommentieren. Eine Seite ist mir diesbezüglich aufgefallen, welche ein solches Tool anbietet (kostenlos und ohne Anmeldung), bei welchem mir jedoch die Ergebnisse recht zufällig und unwillkürlich erscheinen. Darüber hinaus habe ich eine kleine Stichprobe der Ergebnisse selbst geprüft und konnte gleich beim ersten Link das Gegenteil beweisen. Daher kann ich dieses Tool zwar hier nennen, aber nicht als verlässliches Tool zum Feststellen von schlechter Nachbarschaft empfehlen. Kann ja jeder selbst mal ausprobieren und testen: http://www.bad-neighborhood.com/text-link-tool.htm

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20. Dezember 2009

Historischen Pagerank einer Seite ermitteln

Filed under: Tools — @ 13:52

Wie bekomme ich den historischen Pagerank einer Website? Das fragt sich sicher SEO regelmäßig. Welchen Pagerank (PR) hatte eine bestimmte Seite in der Vergangenheit. Das herauszufinden ist unmöglich. Falsch, es geht mit der Toolbox von Sistrix, speziell mit dem SEO Modul

Wozu braucht man den historischen PR einer Seite überhaupt?

Der historische Pagerank ist für den Webmaster bei Kooperationsverhandlungen mit anderen Seiten wichtig. Um Webseiten herauszufinden, welche in der Vergangenheit als Linkkäufer aufgetreten sind und dadurch bei Google bekannt oder auffällig wurden. Wer will schon gern mit Seiten etwas zu tun haben, die mal bei Google Auffällig geworden sind?

Mit dem Wissen kann man anschließend abwägen, ob es Sinn macht mit der Seite xyz eine Kooperation einzugehen oder nciht. Das hängt selbstverständlich auch von der größer der Seite und deren Trust ab. Im folgenden nutze ich als Beispiel die Seite zeit.de – mit der würde ich immer eine Kooperation eingehen, da sie einfach eine Authorität darstellt, auch wenn sie, wie wir gleich sehen werden, in der Vergangenheit etwas liberal mit den Google Webmasterrichtlinien umgegangen ist.

Seite umgezogen oder Linkstrucktur geändert

Sollte eine Seite mal umgezogen oder eine neue Seitenstrucktur bekommen haben, kann man mit dem historischen Pagerank in etwa abschätzen, welchen neuen PR die Seiten bekommen werden.

Hier ein Beispiel mit zeit.de

historischer pagerank

Man kann deutlich erkennen, dass zeit.de von ehemals PR 5 im April 2009 auf PR 8 gestiegen ist. Das stammt von einer Abstrafung von Google aufgrund verkaufter Links. Daneben sind auch die Subdomains und deren Pageranks aufgelistet.

Insgesamt verrät also das Sistrix Module neben den Keywords, zu denen die Seite bei Google rankt auch diese historischen Daten, mit denen eine Einschätzung verhältnismäßig gesehen einfach ist.

Zum Tool: https://tools.sistrix.de/seo

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16. September 2009

So berechnet sich der Google Pagerank

Filed under: SEO — @ 15:06

Cooles Skript, hab ich auf seo-inside.de gefunden. Wer programmieren kann, soll´s mal testen und hier kommentieren.

function getPagerank(url)
{
// start off with a random low PR
pagerank = randomNumber(0, 3);
 
if ( pageHostedOn(url, 'google.com') ) {
pagerank++;
}
else if ( pageHostedOn(url, 'microsoft.com') ) {
pagerank--;
}
 
if ( pageValidates(url) ) {
pagerank *= .5;
}
 
tag_value['b'] = 1;
tag_value['h2'] = 2;
tag_value['h1'] = 3;
tag_value['strong'] = -1; // W3C sux!
pagerank = calculateTagsPr(tag_value, pagerank);
 
// Sergey said good news sites have
// lots of nested tables
tablesOnPage = getTagCount('table');
if (tablesOnPage >= 50) {
pagerank += 2;
}
 
if (pagerank >= 5) {
pagerank = 4; // helps selling AdWords
}
 
if ( linksFrom('mattcutts.com', url) >= 4 ) {
// I link to "clean" sites only
// ? Matt, Feb 2006
pagerank += 2;
}
 
pagerank += countBacklinks(url) / 10000;
 
blacklist1 = getList('government.cn/censored.txt');
blacklist2 = getList('c:\larry-page-hatelist.txt');
if ( inArray(blacklist1, url) ||
inArray(blacklist2, url) ) {
pagerank = 0;
}
 
d = dashesInUrl(url);
pagerank = (d >= 3) ? pagerank -1 : pagerank + 1;
 
if ( inString(url, "how to build a bomb") ) {
// added on request. 2004-12-01.
recipient = "peter(ät)homelandsecurity.gov";
subject = "You might wanna check this...";
sendMailTo(recipient, subject, url);
 
// page might still be relevant
pagerank++;
}
 
if ( month() == "June" || month() == "October" ) {
// makes people talk about
// PR updates, good publicity
pagerank -= randomNumber(1,3);
}
 
if ( linkCol(url) == WHITE &&
pageCol(url) == WHITE ) {
// spammer!! Googleaxe it!!
pagerank = 0;
}
 
if (url == "http://www.nytimes.com") {
// just testing, pls remove tomorrow
// ? Frank, June 2003
pagerank = 10;
}
 
return pagerank;
}

 

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4. Juni 2009

Von der Googlewelle über den Googlebalken bis hin zu dummen Links

Filed under: Allgemein — @ 09:33

Guten Morgen,

habe heute Morgen einfach mal meine Blogs durchstöbert und gelesen, was die Kollegen so in den letzten Tagen geschrieben und herausgefunden haben. Da ist einiges dabei, sehr interessant das neue Google Produkt Google Wave. Ich habe mir mal die ersten 10 Minuten des Videos der Produktvorstellung bei Stereophone angesehen. Bisher kann ich mir jedoch noch kein Urteil darüber erlauben, ob Google Waves wirklich die Revolution ist oder wieder nur einer der Services von Google, der in meiner Kategorie abgelegt wird: "Googleservice die ich mal testen muss" (bisher aber noch nicht dazugekommen bin).

Warum Pagerank und Lkw Anhänger dasselbe sind?

Danke auch dem Seonauten, der mich wieder an das letzte Pagerankupdate erinnert hat. Eigentlich habe ich keine größeren Verluste zu beklagen, erwischte mich auch immer wieder selber, mich an diesem grünen Balken festzkrallen, obwohl der eigentlich schon seit mehreren Monaten keine größere Funktion oder Aussagekraft für eine wirklich gute und optimierte Seite ist.

Leute: Der PR ist das, was der Autofreak PS nennt oder der LKW-Fahrer als Aufkleber an seinen Anhänger kleben hat:

"Meiner ist 17 Meter lang"

Viel wichtiger sind die regelmäßigen Besucher und vor allem die Besucher, die über Google oder andere Suchmaschinen zu bestimmten Keywörtern kommen. Darüberhinaus ist auch der von Johannes in seiner Toolbox ermittelte Sichtbarkeitsindex für mich sehr entscheidend. Wenn dieser mit dem anderer Seiten verglichen wird, ergibt sich ein wirklicher Vergleich von der Leistungsfähigkeit von Seiten.

Friday hilft dumme Links zu vermeiden

Sehr erstaunt war ich über die Informationen zum Thema Pagerank Sculpting, die Friday in seinen Beitrag mit den Erkenntnissen von Thomas (alles Gute zum Geburtstag), Johannes und Jojo mit seinem Artikel TaT: Keyword-Tool auf Basis von Suchanfragen, PR-Sculpting, … vermittelt hat.

Sind wir nicht alle etwas Bing?

Microsoft aber sicher, glauben die ernsthaft, sie könnten es in irgendeiner Hinsicht schaffen? Als Betriebswirt sag ich da nur:

"Konzentriert euch auf euer Kerngeschäft und auf eure Kernkompetenzern und das ist nun mal das Softwaregeschäft. Da habt ihr alle Hände voll zu tun, den Mist, Bugs und Probleme zu beseitigen, die sich seit JAhre anhäufen. Bis dahin seit ihr nur Kanonenfutter und Presseaufhänger für uns Blogger."

Danke an Johannes für den informativen Beitrag.

 

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8. Mai 2009

Offpageoptimierung

Filed under: SEO — @ 20:21
This entry is part 6 of 6 in the series Suchmaschinenoptimierung für Anfänger

Neben der Onpageoptimierung, also den Maßnahmen die Seiten selbst betreffend, gibt es im SEO Bereich noch die Offpageoptimierung. Diese Optimierungsphase beschäftigt sich mit den Maßnahmen, die nicht auf der betreffenden Seite selbst durchgeführt werden können, sondern außerhalb des Projektes zu realisieren sind. Im Folgenden sollen einige Möglichkeiten genannt werden. Außerdem sollen auch Aktivitäten vorgestellt werden, die keinen langfristigen Erfolg versprechen und daher vermieden werden sollten.

Was zählt zu den Offpagemaßnahmen?

Zu den externen Kriterien der Suchmaschinenoptimierung gehört im wesentlichen der Faktor der eingehenden Links. Damit ist die Anzahl der auf einer Seite referenzierenden direkten Links gemeint, also wie groß ist die Anzahl der auf die optimierende Seite verweisenden Verknüpfungen?

Google bewertet dieser Kriterien zu den bereits beschriebenen Faktoren als äußerst bedeutsam, da sie nicht so einfach zu manipulieren sind und daher zuverlässigere Rankingdaten liefern. Aber auch bei der Anzahl und der Güte der externen Links sollte der Webmaster ein offenes Auge behalten. Nicht jeder Link ist ein guter Link, so dass die Qualität der Links bewertet werden muss.

Der Google Pagerank

Die Anzahl und die Qualität der Links gleichen Empfehlungen einer Seite auf eine andere Seite. So wurde von Google vor einigen Jahren der so genannte Pagerank entwickelt. Dieser Pagerank beschreibt in einer Skala von null bis 10 die Wichtigkeit einer Internetseite, getreu dem Motto je mehr eingehende qualitativ hochwertige Links, desto höher die Relevanz der Seite, desto höher der Pagerank der Seite. Jedoch ist der Pagerank nicht alles in der Welt der Internetseitenbewertung und der Suchmaschinenoptimierung, da die Qualität der Seiten mit ihren so genannten Backlinks, also der eingehenden Links, an viele weitere Faktoren geknüpft ist.

Die Linkpopularität

Neben dem Pagerank existiert die Einstufung der Linkqualität aufgrund des bloßen Vorhandenseins eines Links. Da dieses Kriterium heutzutage leicht manipulierbar ist, kann es nicht das alleinige von Google bewertete Qualitätskriterium sein.

Die Domainpopularität

Eine weitere Steigerung der Qualitätsstufe stellt die Domainpopularität dar, bei welcher auch mehrere externe Links als ein einziger Link gewertet wird. Es ist somit vollkommen irrelevant, ob die Seite A mit fünf Links von Seite B oder mit nur einem Link referenziert wird. Die Domainpopularität wertet in beiden Fällen einen Link von Seite B nach Seite A.

Die IP-Popularität

Diese Popularität ist eine weitere Steigerung und Variante der Linkpopularität. Dabei werden Links von einer IP Adresse oder einem IP Block nur einmalig gewertet. Diese Form der Qualitätsbewertung von Links birgt allerdings eine Gefahr in sich. Heutzutage werden auf einem Server oder einer IP-Adresse mehrere Dutzend verschiedene Internetprojekte gespeichert, so dass all diese verschiedenen Domains unter einer Adresse vereinheitlicht werden und somit das Ranking verfälschen.

Hubs und Authorities

Eine weitere These in der Qualitätsbewertung von Links ist die Einteilung der Internetseiten in so genannte Experten (auch als Hubs bezeichnet) und Authorities (Authoritäten). Ein Hub oder Expertenseite linkt auf eine Vielzahl hochwertiger themenrelevanter Seiten im Internet und stellt somit dem Besucher der Seite einen guten Einstieg zum Thema mit einer großen Bandbreite wichtiger Seiten dar. In der Regel sind gut gepflegte Verzeichnisse oder Kataloge Hubs. Die Authorities hingegen werden von den Experten / Hubs verlinkt. Authoritätsseiten sind Spezialseiten zu einem bestimmten Thema und verfügen daher selbst über eine große Anzahl eingehender Links. Selbst Links von einem Hub oder einer Authoritie zu erhalten, ist mit Sicherheit sehr förderlich für die Webseite, da dies bei Suchmaschinen als Qualitätssiegel betrachtet wird.

Nicht zuletzt spielt der Linktext eines Links eine entscheidende Rolle bei der Suchmaschinenoptimierung. So erkennen Suchmaschinen das Thema der verlinkten Seite und stufen diese im Suchmaschinenalgorithmus entsprechend ein.

Formen des Linkaufbaus

Der Seitenbetreiber kann nun auf verschiedene Arten den Linkaufbau seiner Seite vorantreiben und steuern. Dabei gibt es einige gute und auch weniger gute Varianten. Entscheidend ist jedoch die richtige Einschätzung und Bewertung der Links. Zur Zählung der Backlinks haben wir bereits einige Tools vorgestellt. Das alleinige Zählen der eingehenden Links ist jedoch kein Garant für die Qualität der Referenzen. Der Webmaster muss die guten von den schlechten Links unterscheiden können. Dabei sollte man einige Regeln beachten.

Die Bewertung der Backlinks

Neben der Position des Backlinks auf der Seite, ist die Themenrelevanz des Links ein entscheidendes Qualitätskriterium. Geht man vom täglichen Leben aus, so bekommen Gewerbetreibende und andere Unternehmer in der Regel nur von gleich Gesinnten eine Empfehlung. Referenzen und Empfehlungen werden in einer Branche oder in einem Wirtschaftszweig ausgesprochen. Auch Kooperationen oder Allianzen zwischen Unternehmern werden nur in thematisch, logistisch oder sachlich zutreffenden Branchen geschlossen. So empfiehlt der Fleischer entsprechende Rezepte oder Gewürze zu seinen Produkten. Der Schuster versucht neben seiner Dienstleistung dem Kunden bestimmte Pflegeprodukte für Lederschuhe anzubieten. Niemals wird jedoch der Fleischer ein Schuhpflegeprodukt oder der Schuster ein Grillgewürz offerieren. Ähnlich verhält es sich auch im Internet, so dass Seiten eines bestimmten Themas auch nur Referenzen und Links zu themenverwandten Seiten setzen. Untypische Verlinkungen sind unter Umständen auch mit Linkqualitätsverlust verbunden. So erscheint es untypisch, wenn ein Onlineshop für Bastelbedarf auf Kredit- oder Finanzseiten verlinkt.

Die Position eines Links auf einer Internetseite ist ein Indiz für einen qualitativ hochwertigen oder einen künstlichen Link. Künstlich gesetzte Links werden in der Regel in separaten Feldern, Bereichen oder Abschnitten platziert, so dass auch Suchmaschinen es dahingehend immer einfacher haben werden, derartige Verlinkungen zu erkennen. Typischer Positionen sind Rand- oder Footerbereiche. Auch das Überschreiben der Bereiche mit „Linkpartner“ oder „Partner“ kann ein Hinweis auf eine unnatürliche Verlinkung sein. Natürliche Links entstehen in der Regel aus dem Text heraus, was dem Seitenbetreiber daher auch als Qualitätsregel dienen sollte.

Linkaufbau Vor- und Nachteile

Der Aufbau von Backlinks kann auf verschiedene Art und Weise geschehen. Einige Möglichkeiten davon sind eher qualitätsmindernd andere wiederum zu empfehlen.

Organischer Linkaufbau

Die einfachste jedoch auch langwierigste der Methode Backlinks für sein Projekt zu bekommen, ist der organische oder auch natürliche Linkaufbau. Bei dieser Art und Weise wartet der Seitenbetreiber darauf, dass andere Seiten oder Webmaster freiwillig Links auf sein Projekt setzen. Dies wird jedoch nur dann geschehen, wenn geeignete Inhalte, hochwertige Texte und eine gleich bleibende oder sogar steigende Qualität der Seite andere Seitenbetreiber dazu veranlassen.

Linkbaiting

Das Linkbaiting, was mit anlocken oder ködern übersetzt werden kann, setzt an dem oben beschriebenen organischen Linkaufbau an. Der Unterschied liegt jedoch im Angebot des Seitenbetreibers. Beim Linkbaiting wird dem Leser oder dem Benutzer ein besonderes Angebot unterbreitet. Es kann entweder sehr lustig, sehr hilfreich oder nützlich, aber auch besonders abstoßend oder hässlich auf den Betrachter oder Leser wirken. Und genau aus diesem Extrem heraus wird ein Link auf dieses außergewöhnliche Angebot gesetzt. Somit hat der Seitenbetreiber und Verfasser des Angebotes durch ein von der Normalität abweichendes Angebot einen Link gewonnen oder anders ausgedrückt hat den Leser geködert einen Link zu setzen. Das Linkbaiting kann besonders gut durch die Bereitstellung von kostenlosen Onlinerechnern oder Onlinetools erreicht werden. Der Leser erhält einen besonderen Mehrwert und setzt daher aus Freude und Zufriedenheit einen Backlink, weil er anderen dieses außergewöhnliche Angebot auch zeigen möchte.

Links mieten

Eine weitere Möglichkeit Backlinks für sein Internetprojekt zu bekommen baut auf einem kommerziellen Gedanken auf. Einige Internetportale haben die steigende Nachfrage nach themenrelevanten Links der Internetgemeinde erkannt und bieten nun gegen Entgelt entsprechende Backlinks an. Das heißt, jeder kann sich Backlinks kaufen oder auf seinen Webseiten Werbeplätze beziehungsweise Backlinks verkaufen. Das diese Manipulation von den Suchmaschinen wie Google nicht gewollt ist und deren Qualitätsstandards zuwiderläuft, sollte jedem Webseitenbetreiber klar sein. Es ist also nur eine Frage der Zeit, wann derartige kommerzielle und beeinflussende Links entwertet werden. Ein Seitenbetreiber, der auf Qualität und Dauerhaftigkeit seines Angebotes Wert legt, sollte derartige Möglichkeiten außer Acht lassen.

Kataloge, Verzeichnisse und Linktausch

Viele der Seitenbetreiber versuchen Backlinks zu bekommen, indem sie ihre Seiten in Verzeichnisse oder Webkataloge eintragen. Auch das Tauschen von Links nach dem schriftlichen „betteln“ mit anderen Seitenbetreibern ist gängige Praxis. Ähnlich wie beim kommerziellen Mieten von Links ist ein derartiger Linkaufbau unnatürlich und damit nicht im Sinne der Suchmaschinenqualitätsstandards. Der Seitenbetreiber wird mit Sicherheit einen kurzfristigen Erfolg erzielen, jedoch beim Missachten seiner Seitenqualität auf lange Sicht erfolglos bleiben.

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